ELATION beleuchtet „Secret Garden“ in New Hampshire

„Secret Garden“ im The Brook Casino in Seabrook

Mit dem Secret Garden hat The Brook Casino in Seabrook, New Hampshire, sein Live-Entertainment-Angebot um einen saisonalen Outdoor-Veranstaltungsort erweitert. Für Lichtdesign und Systemintegration beauftragte das Casino Port Lighting Systems. Das Unternehmen entwickelte innerhalb eines engen Zeitplans ein vielseitiges ELATION-Rig, das für Konzerte, Comedy und unterschiedliche Sonderveranstaltungen eingesetzt werden kann.

Port Lighting Systems hatte bereits die Beleuchtung für den Indoor-Veranstaltungsort „Seasons Showroom“ von The Brook realisiert. Für den neuen „Secret Garden“ sollte nun ein wetterfestes Beleuchtungssystem entstehen, das vom Frühjahr bis in den frühen Herbst betrieben werden kann und gleichzeitig genügend Flexibilität für sehr unterschiedliche Veranstaltungsformate bietet.

Zum Einsatz kommen Moving Lights der Rebel-Serie, Proteus Radius Beam-Scheinwerfer, SŌL IV Blinder und Six+ PAR L. Die unterschiedlichen Gerätetypen wurden so ausgewählt, dass sie innerhalb des Systems mehrere Aufgaben übernehmen können.

Saisonaler Veranstaltungsort statt fester Konstruktion

Unter Leitung von Ron Kuszmar, Vice President of Architectural and Theatrical Lighting bei Port Lighting, entwickelte das Team eine Hausbeleuchtung, die sowohl Touring-Produktionen als auch lokale Veranstaltungen unterstützen kann.

Ursprünglich war für den neuen Veranstaltungsort eine permanente Konstruktion vorgesehen. Im Verlauf der Planung entstand jedoch gemeinsam mit The Brook das Konzept eines saisonalen Venues.

„Als sie uns zum ersten Mal wegen dieses Projekts aufsuchten, sah die Vision eine dauerhafte Konstruktion vor, doch gemeinsam kamen wir zu dem Schluss, dass ein saisonaler Veranstaltungsort besser zum Standort und zum Zeitplan für die Eröffnung passt“, erklärt Kuszmar.

Port Lighting übernahm dabei nicht nur die Planung und Installation der Lichttechnik, sondern unterstützte auch die Koordination weiterer Projektpartner. Dazu gehörte United Staging, das die Zeltkonstruktion und die Tragstruktur für das Beleuchtungssystem lieferte.

Nach Ende der Herbstsaison kann der Veranstaltungsort demontiert und im folgenden Jahr erneut aufgebaut werden.

Vier Wochen für das komplette Lichtsystem

Eine der größten Herausforderungen war der Zeitplan. Port Lighting standen rund vier Wochen zur Verfügung, um das Beleuchtungssystem zu planen, die Komponenten zu beschaffen, das Rig zu installieren und anschließend zu programmieren und in Betrieb zu nehmen.

Kuszmar arbeitete dafür mit Jon Schwille von Peter E. Schmitt und Ross Blitz von ELATION zusammen. Neben den technischen Anforderungen spielte deshalb auch die kurzfristige Verfügbarkeit der benötigten Geräte eine wichtige Rolle.

„Bei einem so engen Zeitplan war die Verfügbarkeit entscheidend“, sagt Kuszmar. „ELATION hatte die richtigen Leuchten parat, sodass wir das Design ambitioniert gestalten konnten, ohne den Eröffnungstermin zu gefährden.“

Rebel-Serie bildet die Basis

Das zentrale Bühnenrig besteht aus 20 ELATION Rebel Wash 12 und 18 Rebel Profile LED-Moving-Heads. Die Geräte übernehmen einen großen Teil der grundlegenden Bühnenbeleuchtung.

Für Kuszmar bot die Rebel-Serie die passende Kombination aus Leistung, Funktionsumfang und Wirtschaftlichkeit für die Dimensionen des neuen Veranstaltungsortes.

„Es ist kein riesiger Veranstaltungsort, daher brauchten wir keine extrem leistungsstarken Arena-Scheinwerfer“, erklärt er. „Die Rebel-Serie passte perfekt zu den Räumlichkeiten.“

Durch die Anzahl der Geräte konnte Port Lighting ein umfangreiches Hausrig realisieren, das sich ohne größere Umbauten an unterschiedliche Produktionen anpassen lässt.

Proteus Radius für prägnante Beams

Für Beam-Effekte stehen zusätzlich 20 Proteus Radius zur Verfügung. Die Geräte arbeiten mit einer 100 Watt starken, lasergepumpten Phosphor-Lichtquelle und erzeugen einen engen Abstrahlwinkel von 0,9 Grad.

Das Team von Port Lighting prüfte den Einsatz zunächst intensiv, da der Proteus Radius nicht über einen klassischen Zoom verfügt. Für die gewünschte Anwendung erwiesen sich jedoch die hohe Lichtleistung und die Möglichkeiten zur Veränderung des Beams über Prisma und weitere Effekte als passend.

„Das Gerät ist einfach so klar“, sagt Kuszmar. „Es hat eine so unglaubliche Lichtleistung, dass es einfach alles durchdringt. Mit dem Prisma und anderen Effekten ist genug Spielraum vorhanden, sodass wir den Strahl bei Bedarf für bestimmte Zwecke durchaus verbreitern können.“

Insbesondere beim gleichzeitigen Einsatz einer größeren Anzahl von Proteus Radius entsteht damit eine prägnante zusätzliche Ebene innerhalb des Lichtdesigns.

Blinder und PARs übernehmen mehrere Aufgaben

Vier SŌL IV Blinder dienen während der Veranstaltungen als farbvariable Publikumsblinder. Nach Ende der Show können sie gleichzeitig zur Beleuchtung der Wege genutzt werden, wenn die Besucher das Gelände verlassen.

Weitere 24 Six+ PAR L sind entlang des Bühnenbereichs positioniert. Sie übernehmen Seitenlicht und können bei kleineren Produktionen auch für reduzierte Beleuchtungssetups eingesetzt werden. Nach Veranstaltungsende dienen sie zusätzlich als Arbeitslicht für den Abbau auf der Bühne.

Damit folgt die gesamte Installation einem bewusst multifunktionalen Ansatz.

„Es ist eine multifunktionale Anlage, und wir wollten, dass jede Leuchte mehrere Zwecke erfüllt“, erklärt Kuszmar. „Das Ziel war es, eine Anlage zu schaffen, die an einem Abend Konzerte, am nächsten Comedy und danach andere Veranstaltungen unterstützen kann, ohne dass das System jedes Mal neu erfunden werden muss.“

Hausrig für wechselnde Produktionen

Neben Planung und Installation entwickelte Port Lighting ein auf die Anforderungen des Veranstaltungsteams abgestimmtes Konsolenlayout. Bei den meisten Shows stellt das Unternehmen weiterhin einen Chief Electrician sowie einen Lichtdesigner oder Lichttechniker.

Für das Projekt arbeiteten Port Lighting, The Brook, United Staging und ELATION eng zusammen. Trotz der kurzen Planungs- und Installationsphase konnte der neue Veranstaltungsort rechtzeitig für die Saison fertiggestellt werden.

„Die Resonanz war hervorragend, und der Veranstaltungsort ist begeistert“, resümiert Kuszmar. „Tatsächlich sagte mir einer der Mitarbeiter des Veranstaltungsortes, es sei viel professioneller, als sie erwartet hätten, insbesondere wenn man bedenkt, wie zügig der gesamte Prozess abgewickelt wurde.“