Lichtdesigner Steven Douglas setzte auf der Lateinamerika-Tour von The Killers verschiedene CHAUVET Professional Systeme ein. Die Tour führte durch sechs Länder und startete am 27. März im Óvalo Feria Ganadera in Santo Domingo. Unterschiedliche Venues, wechselnde Setlisten und täglich variierende Rigs prägten die Produktion.
Flexible Show für wechselnde Venues
Die Tour umfasste klassische Arenen ebenso wie Outdoor-Festivals. Auch die Licht-Rigs unterschieden sich von Show zu Show. Für Douglas bedeutete das, sein Design täglich an verfügbare Systeme, Bühnenbedingungen und Produktionsgrößen anzupassen.
Die Band spielte keine durchgehend feste Setlist und arbeitete nicht mit Timecode. Dadurch entstand ein Live-Workflow, bei dem vorbereitete Cue-Stacks mit viel Busking kombiniert wurden. Douglas konnte so auf die Musik, die Setlist und das jeweilige lokale Rig reagieren.
Steven Douglas, Lichtdesigner von The Killers: „Nach einigen Jahren, in denen ich diesen Teil der Tour geleitet habe, habe ich mittlerweile ein ziemlich gutes Repertoire an Festival-Shows aufgebaut. Dadurch war es einfach, die Show je nach Situation zu vergrößern oder zu verkleinern. Die Band spielt nicht nach Timecode und hat nicht jeden Abend dieselbe Setlist, was mir die Freiheit gibt, zusätzlich zu den programmierten Basis-Cues zu improvisieren, um eventuelle Lücken zu füllen, die täglich bei der vor Ort bereitgestellten Anlage auftreten können. Die Show wird komplett live abgewickelt, mit einer Mischung aus programmierten Basis-Cue-Stacks für jeden Song und viel Improvisation darüber hinaus.“
Festivalfreundliches Lichtdesign
Das Standard-Plot bestand aus vier Overhead-Traversen, zwei Seitentraversen und einem Floor-Package. Aufgrund der unterschiedlichen Veranstaltungsformate musste die Show jedoch deutlich flexibler angelegt werden.
Einige Festivals waren auch auf andere Headliner zugeschnitten. Douglas entwickelte das Design deshalb weniger abhängig von speziellen Scheinwerferpositionen und setzte stärker auf eine Konfiguration, die sich an Festival-Rigs anpassen ließ.
Steven Douglas: „Unser Standardaufbau besteht aus vier Überkopf-Traversen und zwei Seitentraversen mit einem Bodenpaket. Aber aufgrund der unterschiedlichen Art der Shows änderte sich die Größe der Anlage täglich. Wir hatten auch einige Festivals, die auf andere Headliner ausgerichtet waren, was die Änderungen wirklich enorm machte. Aus diesem Grund habe ich die Show neu konzipiert, um sie in Bezug auf Leuchten und Platzierung weniger spezialisiert zu gestalten, und mich für eine ‚festivalfreundlichere‘ Konfiguration entschieden.“
CHAUVET Professional an mehreren Tourstopps
Über die Tour hinweg kamen insgesamt 439 CHAUVET Professional Geräte zum Einsatz. Die konkreten Setups unterschieden sich je nach Land, Festival und Venue.
Beim Estéreo Picnic Festival in Bogotá wurden 84 Color STRIKE M motorisierte Strobes und 48 COLORado PXL Bar 16 eingesetzt. Bei Costa 21 in Lima standen 48 Maverick Storm 1 Hybrids, 18 Maverick Storm 3 WashBeams und 30 Maverick Storm 4 Profiles zur Verfügung.
Im Coca Cola Amphitheatre in Costa Rica arbeitete Douglas mit 12 Maverick Storm 4 und 40 Maverick MK II Spots. Im Parque Fundidora in Monterrey umfasste das Setup 107 Maverick Storm 4 SoloWashes und 60 Color STRIKE M.
Dynamik, Farbe und Publikumslicht
Douglas nutzte die wechselnden CHAUVET Setups für dynamische Aerial-Effekte, klare Farbwechsel und präzise gesetztes Publikumslicht. Die Lichtgestaltung unterstützte die Rock-Ästhetik der Band und reagierte direkt auf die Energie der Shows.
Besonders bei Mitsingmomenten spielte das Publikum eine zentrale Rolle. Dazu gehörten Szenen wie „All These Things That I’ve Done“, bei denen tausende Fans gemeinsam sangen und das Licht die Verbindung zwischen Bühne und Publikum verstärkte.
Christie Lites als technischer Partner
Trotz wechselnder lokalen Rigs blieben zentrale Bestandteile der Produktion konstant. Douglas arbeitete durchgehend mit derselben Konsole und demselben Netzwerk-Rack von Christie Lites.
Zum Team von Christie Lites gehörten Kitty Hoffman als Crew Chief, Martin Kelley als Account Representative und Russ Benoit als Project Manager. Die konstante Steuerungs- und Netzwerkbasis half, die variierenden lokalen Setups zuverlässig in die Show einzubinden.
Live-Workflow für The Killers
Die Lateinamerika-Tour zeigte, wie ein flexibles Lichtdesign mit wechselnden Systemen funktionieren kann. Douglas nutzte seine vorbereitete Show-Datei, Live-Busking und lokale CHAUVET Professional Setups, um jeden Abend an unterschiedliche Bedingungen anzupassen.
So entstand trotz variierender Rigs und Setlisten ein konsistentes visuelles Konzertbild, das die Energie von The Killers und die direkte Verbindung zum Publikum unterstützte.