Spektakuläre Szenen in 20 Metern HöheJahr für Jahr besuchen rund 900.000 Besucher das Tollwood-Festival im Münchner Olympiapark. Neben unzähligen Ständen mit Hippie-Tand ist es vor allem die Vielzahl an Bühnen, die die Menschen anzieht: In der Musik-Arena gastieren Künstler wie Jan Delay, Lou Reed oder Sunrise Avenue, auf den kleineren Bühnen präsentieren sich alle denkbaren Spielarten musikalischer Unterhaltungskunst. Und gleich am Haupteingang hat in diesem Jahr das „Wired Aerial Theatre“ seine Zelte aufgeschlagen.
Die Liverpooler Company thematisiert im Stück „As The World Tipped“ den Klimawandel mit einer Bühne, die im Verlauf des Stückes mit Hilfe eines Krans in die Höhe gezogen wird und fortan als Leinwand für Videoprojektionen fungiert, vor der die Schauspieler an Seilen hängend performen. Das Besondere: Menschliche Gegengewichte am anderen Ende des Seils sorgen für die richtige Position der Schauspieler, indem sie am Rand der Leinwand auf- und absteigen.
Sechs Tonnen auf zwei Rollen
Wir haben uns mit Jamie Ogilvie unterhalten, Technical Director der Produktion. Ebenfalls zu Wort kommen Kranführer Christian Stenz sowie Uwe Seemann, der die Niederlassung von PRG in München leitet. Für den Kran ist die Aufgabe übrigens überhaupt kein Problem: Theoretisch kann er Lasten bis zu 180 Tonnen anheben, die Bühnenkonstuktion wiegt aber „nur“ rund sechs Tonnen. Da waren die kniffligere Aufgabe die beiden Rampen, auf denen die Unterseite der Bühne nach hinten gleitet, während sie angehoben wird. Zwei Rollen sind auf einer speziellen Konstruktion gelagert, die Details verrät uns das Video.
www.wiredaerialtheatre.com