Panasonic und HIVE im National Museum of Qatar

National Museum of Qatar (Foto: © Antonio Pagano)

Das National Museum of Qatar modernisiert seine immersive Medientechnik mit Panasonic und HIVE. Mehr als 170 HIVE Media Engines steuern 128 Panasonic 4K-Projektoren mit 20.000 Lumen und ermöglichen großformatige Projektionen in zehn Galerien. Die Installation verarbeitet mehr als 21 Milliarden Pixel visueller Inhalte pro Sekunde.

Immersives Museumserlebnis in Doha

Das National Museum of Qatar wurde von Jean Nouvel entworfen und ist für seine von der Wüstenrose inspirierte Architektur bekannt. Die Galerien verbinden filmische Projektionen, Exponate und Ausstellungsgestaltung, um Katars Geschichte, Kultur und Zukunftsvisionen zu vermitteln.

Die immersive Installation wurde gemeinsam mit Secuoya QFC & BGL audiovisual realisiert. Sie zählt zu den bislang größten HIVE-Implementierungen und unterstützt Projektionsmapping sowie synchronisierte Wiedergabe in zehn Galerien.

172 Beeblade Media Engines

Zum System gehören 172 Beeblade Media Engines von HIVE. Sie steuern die Medienwiedergabe in den großformatigen Projektionsumgebungen des Museums.

Das Museum rüstet zudem alle 128 Panasonic Projektoren auf PT-RQ25K 3-Chip-4K-DLP-Laserprojektoren um. Jeder Projektor ist über den SDM-Steckplatz mit integrierter HIVE-Technologie ausgestattet.

Dieser Ansatz reduziert den Bedarf an externen Medienservern und umfangreicher Verkabelung. Dadurch sinken Installationskomplexität, Platzbedarf, Kosten und potenzielle Fehlerquellen.

Verteilte Wiedergabearchitektur

Das Herzstück der Installation ist eine verteilte Wiedergabearchitektur aus 150 Beeblade Pluto Media Engines, 30 Beeblade Minima Media Engines und 14 Beehive-Gehäusen.

Die Architektur ermöglicht 8K-HEVC-Wiedergabe mit 10 Bit, Projektionsmapping und standortweite Zeitsteuerung. So können Inhalte über mehrere Galerien hinweg synchron abgespielt werden.

Projektionsausrichtung und Überblendung werden mit VIOSO-Software gesteuert. Die HIVE-Plattform stellt zentrale Überwachung, Berichterstellung und Steuerung bereit, um den langfristigen Betrieb zu vereinfachen.

PT-RQ25K für komplexe Projektionsflächen

Die 128 Panasonic PT-RQ25K Projektoren erzeugen das visuelle Erlebnis in den immersiven Galerien. Sie projizieren filmische Inhalte auf komplexe, gekrümmte architektonische Flächen und Ausstellungsumgebungen.

Mit 20.000 Lumen bietet der PT-RQ25K ungefähr die doppelte Lichtleistung der bisher eingesetzten PT-RQ13K-Projektoren, die im Rahmen des Modernisierungsprogramms schrittweise ersetzt werden. Die zusätzliche Leistungsreserve ermöglicht es dem Museum, die Projektoren mit geringerer Ausgangsleistung zu betreiben und dabei hohe Bildqualität beizubehalten.

National Museum of Qatar (Foto: © Antonio Pagano)

Direkte Nähe zu den Projektionsflächen

Anders als bei vielen Projektionsmapping-Attraktionen können Besucher im National Museum of Qatar direkt an die projizierten Flächen herantreten. Dadurch entstehen hohe Anforderungen an Bildschärfe, Auflösung und Systemleistung.

Die Filme wurden speziell für DLP-Inhalte produziert und größtenteils in 8K-Auflösung mit Multi-Rig-Kamerasystemen aufgenommen. Sie werden in monumentalem Maßstab auf dynamisch gekrümmte Galeriewände und architektonische Flächen projiziert.

Vereinfachung für Betrieb und Wartung

Pedro Jiménez Train, Betriebsleiter bei Secuoya QFC & BGL audiovisual: „Die Medienserver von HIVE haben sich als hervorragende Lösung für ein Projekt dieser Größenordnung und Komplexität erwiesen. Die Plattform ist intuitiv zu bedienen, lässt sich nahtlos in die übergeordnete AV-Architektur integrieren und ermöglichte deutliche Einsparungen beim Platz im Rack und bei der Installation. Besonders hervorzuheben war der kooperative, lösungsorientierte Ansatz von HIVE. Großformatige, dauerhafte Projektionsumgebungen bringen zwangsläufig technische Herausforderungen mit sich, und das Team arbeitete während des gesamten Projekts durchgehend eng mit uns zusammen, um praktikable und zuverlässige Lösungen zu finden.“

Die Modernisierung zeigt, wie verteilte Medienservertechnologie großformatige immersive Umgebungen unterstützen und zugleich Installation, Betrieb und langfristige Wartung vereinfachen kann.

Zukunftssichere Plattform für Storytelling

Anthony Molloy, Division Head MEA bei Panasonic Projector & Display: „Als das Museum 2019 eröffnet wurde, waren immersive Kulturangebote noch relativ selten. Heute sind immersive Erlebnisse alltäglich, doch das National Museum of Qatar bleibt eines der wegweisenden Beispiele dafür, wie Technologie und Storytelling in großem Maßstab miteinander verbunden werden können. Konkret bieten die PT-RQ25K-Projektoren bei der Modernisierung eine deutlich höhere Helligkeit als die Modelle, die sie ersetzen. Dies verbessert die Energieeffizienz, senkt die betrieblichen Anforderungen und trägt dazu bei, die Lebensdauer der Installation zu verlängern. In Verbindung mit der verteilten Medienarchitektur von HIVE, die Inhaltsverwaltung, Überwachung und Steuerung am gesamten Standort vereinfacht, entsteht eine hocheffiziente und zukunftssichere Plattform für immersives Storytelling.“

Meilenstein für HIVE

Für HIVE ist das Projekt ein wichtiges Referenzprojekt im Bereich immersiver Kulturinstallationen. Die Technologie unterstützt die Präsentation filmischer Inhalte über mehrere Galerien hinweg und stellt synchronisierte Wiedergabe sowie gleichbleibende Bildqualität sicher.

Mark Calvert, CEO von HIVE: „Eine der größten Leistungen des Projekts bestand darin, eine zuvor äußerst komplexe Projektionsumgebung zu vereinfachen. Aus Sicht der Besucher ist das Erlebnis visuell reichhaltiger als je zuvor, doch hinter den Kulissen lässt sich das System nun wesentlich einfacher betreiben, warten und langfristig skalieren. Das National Museum of Qatar gilt weltweit als Maßstab für immersive Kulturerlebnisse, und wir sind stolz darauf, dass die Technologie von HIVE eine so zentrale Rolle dabei spielt, diese Vision zum Leben zu erwecken.“

Technologie für immersive Kulturvermittlung

Mit Panasonic PT-RQ25K Projektoren, HIVE Beeblade Media Engines, Beehive-Gehäusen, VIOSO-Software und einer verteilten Medienarchitektur entsteht im National Museum of Qatar eine skalierbare Plattform für immersives Storytelling.

Die Modernisierung verbindet hohe Bildqualität, zentralisierte Steuerung, reduzierte Systemkomplexität und langfristige Betriebssicherheit. Damit bleibt das Museum ein Beispiel dafür, wie Architektur, Projektion und digitale Inhalte zu einem zusammenhängenden kulturellen Erlebnis verbunden werden können.