Dubai Mall setzt auf DOOH-Netzwerk von INFiLED

MVmk2-Serie von INFiLED in der Dubai Mall

Emaar Properties hat in der Dubai Mall ein neues digitales Werbenetzwerk realisiert. Es verteilt sich auf rund 50 Innen- und Außenstandorte und kommt in Summe auf etwa 1.100 Quadratmeter LED-Fläche. Umgesetzt wurde das im Juli 2026 abgeschlossene Projekt vom in Dubai ansässigen Systemintegrator Blue Rhine Industries, ausgestattet wurde das Netzwerk mit der Display-Serie MVmk2 von INFiLED.

Eine der größten Shopping-Destinationen der Welt als Bühne

Die Dubai Mall ist die größte Shopping-, Entertainment- und Freizeitdestination der Welt. Mit mehr als einer Million Quadratmetern Fläche, umgerechnet etwa 200 Fußballfeldern, beherbergt sie über 1.200 Einzelhandelsgeschäfte sowie zahlreiche Gastronomiebetriebe. Dazu kommen das Dubai Aquarium, eine olympiataugliche Eisbahn und ein Kinokomplex. Ein Werbenetzwerk dieser Größenordnung muss deshalb ein sehr breites Spektrum an Umgebungs- und Installationsbedingungen zuverlässig abdecken.

Warum ein Outdoor-System im Innenraum zum Einsatz kommt

Für das Projekt fiel die Wahl auf die MVmk2-Serie von INFiLED, die ursprünglich für Outdoor-Anwendungen wie Urban-Media-Installationen, Verkehrsknotenpunkte und hochwertige Außenwerbung entwickelt wurde. Dass ein Outdoor-System innerhalb eines Einkaufszentrums zum Einsatz kommt, mag zunächst ungewöhnlich klingen. In der Dubai Mall ist es jedoch eine direkte Folge der Lichtverhältnisse vor Ort: Weitläufige Oberlichter und großflächige Glasfassaden sorgen dafür, dass große Bereiche der Mall mit natürlichem Tageslicht durchflutet werden. Displays in der Nähe dieser Flächen sind dadurch ähnlichen Lichtbedingungen ausgesetzt wie im Außenbereich, konventionelle Indoor-LED-Displays würden hier merklich an Kontrast und Ablesbarkeit verlieren.

Deshalb kommt die MVmk2-Serie mit einer Helligkeit von 4.500 Nits sowie hohem Kontrast und gleichmäßiger Farbwiedergabe zum Einsatz, um die Inhalte auch bei starkem Tageslichteinfall gut lesbar darzustellen. Eine Refresh-Rate von 3.840 Hz sorgt zudem für eine saubere Kameradarstellung, ein wichtiger Faktor an einem der meistfotografierten Orte der Region.

Hatem Malhas, Sales Manager DOOH Middle East bei INFiLED, ordnet die Entscheidung ein: „Bei der Unterscheidung zwischen Indoor und Outdoor denken viele zunächst an den Wetterschutz. In einem Gebäude wie der Dubai Mall geht es jedoch ebenso um Farbwiedergabe und Helligkeit. Die Dubai Mall verfügt über enorme Glasflächen und Oberlichter, ein Display in deren Nähe muss sich deshalb gegen Tageslicht behaupten, obwohl es sich innerhalb des Gebäudes befindet. Aus technischer Sicht war der Einsatz einer Outdoor-Serie hier die naheliegende Lösung. Gleichzeitig gewährleistet dies eine konsistente Darstellung im gesamten Netzwerk, unabhängig davon, ob sich ein Display in einem lichtdurchfluteten Atrium oder im Außenbereich befindet.“

Fünfzig Standorte, fünfzig individuelle Lösungen

Neben den Lichtverhältnissen stellte vor allem die Verteilung des Netzwerks eine Herausforderung dar. Rund 50 Display-Positionen bedeuteten nahezu ebenso viele unterschiedliche Einbausituationen: Abmessungen, Montagehöhe, Zugänglichkeit, statische und bauliche Integration, Betrachtungsabstand und Blickwinkel sowie die jeweilige Architektur unterschieden sich von Standort zu Standort. Jede Position wurde deshalb vor Beginn der Installation einzeln analysiert, auf dieser Basis entstanden die jeweiligen kundenspezifischen Unterkonstruktionen und Montagelösungen.

Da die Dubai Mall durchgehend geöffnet ist, mussten die Arbeiten an allen 50 Standorten so koordiniert werden, dass der laufende Betrieb möglichst wenig beeinträchtigt wurde. Zugangszeiten, Logistik und Montageabläufe richteten sich entsprechend nach den betrieblichen Vorgaben vor Ort und nicht allein nach einem möglichst effizienten Installationszeitplan.

Zu den größten realisierten Displays zählen eine 20 mal 5 Meter sowie eine 20 mal 4 Meter große Fläche, hinzu kommen zwei Installationen mit jeweils 4 mal 6 Metern. Sämtliche Displays basieren auf MVmk2-Modulen mit einem Pixelpitch von 3,9 Millimetern und sind für den durchgehenden 24/7-Betrieb ausgelegt, gesteuert werden die Inhalte des gesamten Netzwerks zentral über eine Content-Management-Plattform.

Bauweise für den Dauerbetrieb

Die MVmk2-Serie ist für genau diesen Dauerbetrieb konzipiert. Vorder- und Rückseite der Module sind nach IP65 geschützt, sodass die Displays für Festinstallationen im durchgehenden Betrieb ausgelegt sind. Ein verstärkter, zweilagiger H-Rahmen sorgt langfristig für eine hohe Ebenheit der Cabinets und eine präzise Pixel-Ausrichtung, was bei großformatigen LED-Flächen entscheidend ist, da bereits geringe Verformungen im Gesamtbild sichtbar werden können.

Das schlanke Aluminium-Cabinet ermöglicht außerdem Installationen bei begrenzter Einbautiefe, etwa an Brüstungen oder bei flächenbündig integrierten Fassadenlösungen. Front- und Rear-Service erlauben zudem den werkzeuglosen Austausch einzelner Module. Gegenüber der vorherigen MV-Generation wurde der Energieverbrauch um 16 Prozent reduziert, bei einer Gesamtfläche von rund 1.100 m² im 24/7-Betrieb ein spürbarer Faktor für die laufenden Betriebskosten.

Blue Rhine Industries als Systemintegrator

Blue Rhine Industries ist seit mehr als 20 Jahren in der Region aktiv. Das Unternehmen wurde 2003 zunächst als Anbieter im Bereich Werbetechnik gegründet und entwickelte sich seither zu einem Partner für Digital Signage und Wayfinding in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und dem weiteren Nahen Osten. Heute beschäftigt Blue Rhine Industries mehr als 750 Spezialisten und betreibt fünf Produktionsstandorte. In der Dubai Mall realisierte das Unternehmen bereits zuvor die preisgekrönte LED-Installation an der Verkleidung des Dubai Aquariums.

Für Emaar Properties entstand damit ein skalierbares Werbenetzwerk auf Basis einer einheitlichen Display-Plattform, das sowohl Investitions- als auch langfristige Betriebskosten berücksichtigt. Das Projekt zeigt zugleich, dass bei der Spezifikation professioneller LED-Systeme letztlich die tatsächlichen Umgebungs- und Betriebsbedingungen einer Installation entscheidend sind, nicht allein die klassische Einteilung eines Produkts in Indoor oder Outdoor. In einem Gebäude mit den Lichtverhältnissen der Dubai Mall liegen beide Anwendungsbereiche technisch näher beieinander, als es diese Kategorien zunächst vermuten lassen.