Im National WWI Museum and Memorial in Kansas City wurde die medientechnische Infrastruktur aktualisiert. Im Zentrum steht die Echtzeit Medienserverplattform PIXERA von AV Stumpfl. Electrosonic entwickelte die Systemarchitektur und setzte die Integration im Museum um.
Medienverteilung für unterschiedliche Besuchsformate
PIXERA verteilt und synchronisiert Inhalte in mehreren Bereichen, darunter Theater, Galerien und Encounters. Das System unterstützt Formate, die sich an unterschiedliche Lernstile richten und Inhalte je nach Raum gezielt ausspielen.
Encounters mit vier Nischen und 16 Kriegsgeschichten
Encounters führt Besucherinnen und Besucher durch 16 persönliche Kriegsgeschichten. Vier Nischen bilden die Kernelemente der Installation. Beim Betreten lösen beleuchtete Markierungen lebensgroße Figuren aus, die auf realen Persönlichkeiten des Ersten Weltkriegs basieren.
Die Darstellung kombiniert mehrere Gewerke: 1,25 mm LED Displays von Nanolumens, räumliches Audio von HOLOPLOT und verdeckt installierte Projektoren der Christie Inspire Serie. Die Projektoren erzeugen einen nach vorn gerichteten Portal Schatten, der das 2D Bild als 3D Illusion auf dem Boden fortsetzt.
Das Rückgrat bilden drei Medienserver, bestehend aus zwei PIXERA two und einem PIXERA zero Dual. Die Server sequenzieren Sensorereignisse und Medien so, dass nach dem Abgang einer Figur die nächste Begegnung einsetzt und der Rhythmus zwischen den Portalen erhalten bleibt.
National WWI Museum and Memorial in Kansas City (Foto: © Electrosonic)Reaktives Timing über alle Portale
Die PIXERA Engine steuert die Choreografie vom Auftauchen des Schattens über Bewegungen am Boden bis zum Erscheinen der Figur im Bildausschnitt. Das Setup zielt auf wiederholbares Timing in allen vier Portalen und bleibt zugleich reaktiv auf Besucherbewegungen.
Theater und Battlescapes als weitere Einsatzbereiche
PIXERA übernimmt zusätzlich die Wiedergabe und Synchronisation von Inhalten im restlichen Museum und in der Gedenkstätte. Im Kemper Horizons Theater kombinieren Projektionen und ein Diorama Inhalte zu einer raumbezogenen Erzählung. Battlescapes nutzt mehrere randlos ineinander übergehende Projektionen und versetzt das Publikum in ein Krater Setting innerhalb eines Artillerie Szenarios.
Für diese Bereiche kommen vier PIXERA two Server sowie ein PIXERA Control Core zum Einsatz.

Workflow Integration über ISAAC
PIXERA ist in die AV Workflow Plattform ISAAC eingebunden. Damit werden die Multi Raum Erlebnisse verbunden und Betriebsabläufe für das AV Team gebündelt.
Chris Johnson, Vice President of Sales bei Electrosonic: „PIXERA-Prozessoren werden verwendet, um die Christie-Projektoren zu verbinden – eine nahtlose Integration, die wir an mehreren Standorten eingesetzt haben. Da im Museum so viel los ist, müssen sie in der Lage sein, all diese Komplexität zu bewältigen, und dazu sind sie mehr als fähig. Als wir begannen, über die Gestaltung dieses Projekts nachzudenken, kam uns sofort PIXERA als unser Medienserver-Partner in den Sinn. Sie besuchten mit uns während des gesamten Designprozesses das National WWI Museum und halfen uns dabei, die Produkte zu finden, die wir zur Erreichung unserer Ziele benötigten.“
Projektpartner und Umsetzung im laufenden Betrieb
Die Erneuerung erfolgte während der Öffnungszeiten und setzt eine langjährige Zusammenarbeit zwischen Museum und Electrosonic fort. Weitere Beteiligte waren Dot Crew für Mediendesign und Produktion, Technical Artistry für Beleuchtung sowie JE Dunn für Fertigung.