Die Nationaloper Lemberg hat in den vergangenen fünf Jahren in Moving Lights von ROBE investiert. Zum Bestand gehören inzwischen 16 Tarrantula Large LED Wash Beams und 22 T1 Profile. Insgesamt stehen dem Opernhaus 146 Moving Lights im Hauspark zur Verfügung. Trotz Krieg, Energieproblemen und schwieriger Rahmenbedingungen hält das Haus seinen Spielbetrieb mit rund 200 Opern- und Ballettvorstellungen pro Jahr aufrecht.
Opernhaus mit historischer Bedeutung
Die Nationaloper Lemberg liegt an der Freiheitsallee im Zentrum von Lemberg im Westen der Ukraine. Das Opernhaus wurde vom polnischen Architekten Zygmunt Gorgolewski entworfen und zwischen 1897 und 1900 erbaut.
Heute zählt das Haus zu den wichtigen europäischen Kultur- und Veranstaltungszentren. Es ist für Opern- und Ballettproduktionen bekannt und spielt eine zentrale Rolle innerhalb der ukrainischen Kulturlandschaft.
Spielbetrieb unter schwierigen Bedingungen
Oleksandr Mezentsev ist seit fünf Jahren Lichtregisseur an der Nationaloper Lemberg. Er verantwortet die Beleuchtung und leitet die Lichttechnik bei den Produktionen des Hauses.
Seine Tätigkeit begann während der Covid-Pandemie. Seit 2022 prägt zusätzlich der umfassende Krieg gegen die Ukraine den Betrieb. Wie viele ukrainische Theater nahm auch die Nationaloper Lemberg bereits innerhalb von zwei Monaten nach Kriegsbeginn den Spielbetrieb wieder auf.
Heute umfasst der Jahresplan rund 200 Opern- und Ballettvorstellungen. Pro Spielzeit entstehen 3 bis 5 Premieren, ergänzt durch verschiedene Wiederaufnahmen. Rund 600 Menschen arbeiten am Haus, darunter künstlerisches und technisches Personal, Front-of-House-Teams, Verwaltung, Marketing, Ensemble und Orchester.
ROBE Moving Lights im Hauspark
Die ROBE Scheinwerfer wurden in kleineren Chargen von jeweils 6 oder 8 Geräten angeschafft. Geliefert wurden sie über den in Odessa ansässigen Distributor Lightek.
Die Investitionen erfolgten produktionsbezogen. Die technische Umsetzung der Produktionen findet vollständig im Haus statt. Die Nationaloper Lemberg arbeitet dabei mit hohen Anforderungen an Präzision, Farbwiedergabe und Verlässlichkeit.
Oleksandr Mezentsev, Lichtregisseur der Nationaloper Lemberg: „Wir haben die Scheinwerfer im Grunde genommen entsprechend den Anforderungen der verschiedenen anstehenden Produktionen angeschafft.“
T1 Profile für präzise Theaterbeleuchtung
Die T1 Profile waren die ersten ROBE Geräte, die in das Haus kamen. Gesucht wurde ein Movinglight mit differenzierter Farbmischung und präzisem Blendensystem.
Das rotierende Framing-Modul des T1 Profile spielte eine zentrale Rolle bei der Entscheidung. Jede der vier Blendenlamellen lässt sich unabhängig bewegen und neigen. Zusätzlich kann das gesamte Framing-System um plus/minus 60 Grad gedreht werden. Dadurch ist eine genaue Strahlformung für Theateranwendungen möglich.
Auch Animationsrad, Goboausstattung, Zoom und Fokussierbarkeit der T-Serie waren wichtige Kriterien.
Der hohe CRI des T1 Profile unterstützt realistische Hauttöne. Das ist bei Oper und Ballett besonders relevant. Die T1 Profile sind in der Deckenanlage im hinteren Bühnenbereich sowie an FOH-Traversen positioniert.
Oleksandr Mezentsev (Foto: © Hryhorii Vepryk)Tarrantula ergänzt Wash und Farbe
Als leistungsstarkes LED-Wash-Licht kamen später Tarrantula Large LED Wash Beams hinzu. Die Farbbereiche sollten zu den T1 Profile passen, um ein einheitliches Arbeiten über unterschiedliche Gerätetypen hinweg zu ermöglichen.
Die Tarrantulas befinden sich am hinteren Lichtring und werden gemeinsam mit den T1 Profile bei nahezu allen Produktionen im Hauptsaal eingesetzt.
Die Kombination aus T1 Profile und Tarrantula hat die tägliche Arbeit des zehnköpfigen Beleuchtungsteams deutlich verändert. Beide Gerätetypen erweitern die gestalterischen Möglichkeiten in Oper, Ballett und weiteren Bühnenformaten.
Langjährige Zusammenarbeit mit Lightek
Oleksandr Mezentsev verfügt über 27 Jahre Erfahrung in der Lichttechnik und war bereits vor seiner Tätigkeit an der Nationaloper Lemberg mit ROBE Produkten vertraut. Er arbeitete zuvor an verschiedenen Theatern, bei Verleihfirmen und in weiteren Produktionsumgebungen.
Oleksandr Mezentsev: „ROBE deckt mittlerweile alle Anforderungen jeder Aufführungsumgebung ab, und alle Produkte sind sehr flexibel und robust und bieten eine hervorragende Lichtqualität. Lichtdesigner arbeiten immer gerne mit diesen Geräten.“
Die Nationaloper Lemberg arbeitet seit rund 20 Jahren mit Lightek zusammen. Oleg Kaminker, CEO von Lightek, und sein Team begleiten das Haus bei der Auswahl geeigneter Technologien und beim Support.
Übergang zu LED-Bühnenlicht
Die Nationaloper Lemberg befindet sich im Übergang zu LED-basierter Bühnenbeleuchtung. Der aktuelle Bestand besteht noch aus einer Mischung aus LED-, Entladungs- und Glühlampentechnik.
Die Umstellung gewinnt unter den aktuellen Rahmenbedingungen zusätzlich an Bedeutung. Im Winter musste das Opernhaus mit Stromausfällen von bis zu 20 Stunden pro Tag und Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius umgehen. Dennoch blieb der Spielbetrieb mit Anpassungen weitgehend bestehen.
Die Investition in ROBE Moving Lights unterstützt das Haus dabei, Produktionen flexibler, effizienter und mit hoher gestalterischer Präzision umzusetzen.