ROBE begleitet Howard Carpendales Abschiedstournee

Howard Carpendales „Let’s Do It Again, Again!“ Tour (Foto: © Stephan Kwiecinski)

Howard Carpendale verabschiedet sich nach sechs Jahrzehnten im Rampenlicht mit der Hallentournee „Let’s Do It Again, Again!“ von den großen Tourneebühnen. Für die technische Umsetzung der 22 Shows in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeichnete Generaldienstleister satis&fy verantwortlich. Im Lichtdesign von Lutz John spielten ein eigens entwickelter kinetischer Ring und 50 ROBE ESPRITE eine zentrale Rolle.

Die Produktion begleitete Carpendales Abschied mit einem technisch aufwendigen, zugleich klar gehaltenen Bühnenkonzept. Als Projektleiter für Live Entertainment am satis&fy-Standort Werne koordinierte Andreas Fiekers die technische Umsetzung.

Da das Management im Vorfeld keine festen Vorgaben für bestimmte Scheinwerfertypen machte, konnte satis&fy einen großen Teil des Equipments aus dem eigenen Mietpark einsetzen.

„Dies bot den Vorteil, zu einem großen Teil auf den hauseigenen Mietstock in Werne zurückgreifen zu können, was die Wirtschaftlichkeit des Projekts optimierte“, erklärt Andreas Fiekers, Projektleiter Live Entertainment bei satis&fy.

Zum Produktionssetup gehörten Beschallungssysteme von L-Acoustics, LED-Panels von ROE Visual und Lichttechnik von ROBE.

Kinetischer Ring als zentrales Bühnenelement

Visuelles Zentrum der Bühne war ein frei beweglicher Ring über der Spielfläche. Die Sonderkonstruktion wurde speziell für die Produktion bei satis&fy entworfen, konstruiert und gefertigt.

Die kreative Federführung für Licht- und Setdesign lag bei Lutz John. Seine Entwürfe wurden gemeinsam mit der Fachplanung von satis&fy in eine tourtaugliche Konstruktion für die beteiligten Gewerke übertragen.

Das Lichtdesign setzte dabei weniger auf eine große Zahl unterschiedlicher Scheinwerfertypen als auf ein vergleichsweise klar strukturiertes Setup.

50 ROBE ESPRITE als zentrales Lichtwerkzeug

Eine wesentliche Rolle übernahmen 50 ROBE ESPRITE. Die Moving Lights waren im Floorset unterhalb der LED-Wand sowie an Back- und Fronttruss verteilt und konnten damit unterschiedliche Aufgaben innerhalb des Designs übernehmen.

Für Lutz John spielte neben den gestalterischen Möglichkeiten auch das Verhältnis von Leistung und Gewicht eine Rolle. Mit einem Gewicht von rund 28 Kilogramm ließen sich die ESPRITE in größerer Stückzahl einsetzen, ohne unnötig hohe zusätzliche Lasten in das tourende Setup einzubringen.

„Es ist mir wichtig, dass nicht unnötig viel Last in ein Set eingebracht werden muss“, sagt Lutz John.

Für das Frontlicht ergänzten drei ROBE FORTE das Setup. Sie wurden über FollowMe gesteuert und ermöglichten die gezielte Ausleuchtung Carpendales auf der Bühne.

Technik aus dem eigenen Materialpool

Die freie Auswahl des Equipments gab satis&fy die Möglichkeit, die Produktion weitgehend mit Material aus dem eigenen Bestand zusammenzustellen. Neben gestalterischen und technischen Kriterien spielte damit auch die Wirtschaftlichkeit einer über 22 Shows laufenden Hallenproduktion eine Rolle.

Das Ergebnis war ein Setup, bei dem Licht, Video, Audio, Kinetik und Bühnenbau als Gesamtsystem geplant wurden. Besonders der bewegliche Ring bildete dabei die Verbindung zwischen Bühnenbild und Lichtdesign.

Nach Abschluss der Tournee zieht das Produktionsteam eine positive Bilanz. Eine weitere vergleichbare Arenatournee Carpendales ist nach Angaben der Produktion nicht vorgesehen. Einzelne Auftritte an festen Spielstätten bleiben dagegen als mögliche Perspektive im Raum.

„Die Belastung einer so langen Tour möchte er sich wohl nicht mehr zumuten“, sagt Fiekers. „Da die Leidenschaft für die Bühne jedoch ungebrochen ist, wären punktuelle Auftritte an festen Spielstätten eine denkbare und logistisch komfortable Alternative.“

Eingespieltes Team hinter der Produktion

Die kreative Leitung lag bei Kai Maser für Idee, Regie und Choreografie, Lutz John für Licht- und Bühnengestaltung sowie Haegar Deutsch für die Videogestaltung.

Zum technischen Team gehörten neben Projektleiter Andreas Fiekers unter anderem Mika Brenne für die Gewerkeleitung Licht, Sascha Laue für Systemtechnik und Netzwerk, Oliver Krapik als Operator Kinetik, Hermann Bodin am FOH, Jogi Esser am Monitorplatz, Martin Kühlechner als Gewerkeleiter Audio, Jonas Krumsiek für das Audiosystem, Gerd Friedmann für die Bildmischung, Nina Bittner als Head of LED, Ossi Ostendorf als Stagemanager sowie Paulus Burgers und Stefan Utecht für das Stageset.