ROBE für BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast

BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast (Foto © Louise Stickland)

Der Friedrichstadt-Palast hat für die neu gestartete Grand Show BLINDED by DELIGHT umfangreich in ROBE Moving Lights investiert. Die Produktion stammt von Oliver Hoppmann und wird durch ein Lichtdesign von Chris Moylan von Sunrise Studios veredelt.  

Fast 300 ROBE Scheinwerfer in der Hausbeleuchtung

Laut Thomas Herda (Technischer Leiter Friedrichstadt-Palast) verfügt der Veranstaltungsort inzwischen über nahezu 300 ROBE Scheinwerfer in der Hausbeleuchtung. Genannt werden 54 FORTE, 22 PAINTE, 80 Pointe, 17 MegaPointe, 75 TetraX, 36 Tetra2 und 6 ColorStrobe.  

Produktionsrhythmus und Investitionen für die neue Grand Show

Die Grand Show und Young Show Produktionen wechseln nach Angaben des Hauses im 2-Jahres Rhythmus. Das führt regelmäßig zu Investitionen in die technische Grundausstattung sowie ergänzenden Anmietungen.

Für BLINDED by DELIGHT wurden 75 TetraX neu angeschafft, die als animierte Backwall Matrix mit Effekten hinter einer transparenten LED Leinwand eingesetzt werden. Zudem sind 22 PAINTE und 36 Tetra2 neu in den Bestand aufgenommen worden.

Auswahlkriterien für PAINTE und FORTE

Chris Moylan beschreibt PAINTE als praktisch in der Größe und flexibel für Installationsorte mit wenig Platz. Er verweist auf frühere Einsätze, unter anderem in Umgebungen mit begrenztem Raum.

Bei FORTE nennt er einen Vergleichstest mit Konkurrenzprodukten als Grundlage für die Entscheidung. Dabei habe FORTE mit sauberer Darstellung und Farbwiedergabe überzeugt.

Chris Moylan beschreibt FORTE als „eine ausgezeichnete All-in-One-Paketoption“.

Thomas Herda ergänzt, dass durch die Anschaffung der FORTES und weiterer neuer ROBE Scheinwerfer auch der Wartungsaufwand in der Hausanlage gesunken sei.

BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast (Foto © Louise Stickland)

Einsatzkonzept für Pointe und MegaPointe

Pointes waren nach Darstellung von Thomas Herda die ersten ROBE Scheinwerfer im Palast, der Bestand wurde über die Jahre erweitert. Pointes und MegaPointes sind dort dauerhaft im Einsatz.

Für BLINDED by DELIGHT werden 12 MegaPointes pro Seite in Wagen montiert und für einzelne Szenen auf die Bühne geschoben.

BLINDED by DELIGHT im Friedrichstadt-Palast (Foto © Louise Stickland)

Bühne, Szenenbild und LED Screen als Rahmenbedingungen

Als Ausgangspunkt für die Lichtplanung nennt Chris Moylan das Bühnenbild beziehungsweise Produktionsdesign, das für BLINDED by DELIGHT von Florian Wieder und Cuno von Hahn entworfen wurde. In dieser Phase war auch Oliver Hoppmann an der ersten Konzeption beteiligt.

Für die Produktion wird zudem erstmals ein vollständiger LED Bildschirm auf der Bühne eingesetzt, was Auswahl und Positionierung der Leuchten beeinflusst habe. Insgesamt werden für BLINDED by DELIGHT 656 Beleuchtungskörper angegeben, davon 468 beweglich, ergänzt um LED und konventionelle Leuchten.

TetraX Matrix als Backwall und bewegliche Infrastruktur

Die TetraX Matrix ist als moderne Interpretation eines Wall of Light Effekts konzipiert. Ziel war es, Beam, Blinder und Wash Funktionen sowie dynamische Glitzereffekte aus einer frontnahen Position im hinteren Bühnenbereich zu kombinieren. Chris Moylan erläutert: „Ich wollte Lichteffekte auf allen Seiten haben, genau wie bei einer Kameraumgebung“

Für die Umsetzung schuf das Team um Thomas Herda eine fliegende Infrastruktur: Die 75 TetraX sind an fünf beweglichen Rahmen befestigt, die über spezielle Winden ein und ausgefahren werden können. Dadurch lässt sich die Matrixkonfiguration verändern, zudem können die Rahmen hinter die Bühne bewegt werden.

Chris Moylan kommentiert die Umsetzung des Teams: „Sie haben brillante Arbeit geleistet“

Thomas Herda und Chris Moylan (Foto © Louise Stickland)

Tetra2 an Seitenelementen und Programmierung vor Ort

Die Tetra2 sind an den Rändern der Seitenbildschirme angebracht und werden manuell mit diesen Objekten bewegt. Der Zweck ist laut Chris Moylan, die Vertikalität des Sets zu betonen und auch seitliche Zuschauerbereiche gezielt mit Effekten zu versorgen.

Zum Team gehörten außerdem der Lichtprogrammierer Matthias Schöffmann sowie Andreas Schindler, der die Videoinhalte programmierte, die über die Lichtkonsole gesteuert werden. Für Aufbau und Feinschliff vor Ort werden acht Wochen genannt.