Openair Frauenfeld setzt auf ETC Hog-Konsolen

Openair Frauenfeld 2026 (Foto: © pas.shots)

Das im Schweizer Kanton Thurgau stattfindende Openair Frauenfeld zählt zu den wichtigsten Hip-Hop-Festivals Europas. Diesen Status unterstrich die Veranstaltung in diesem Jahr erneut mit Top-Acts wie Sido & Friends, Don Toliver, Ken Carson, Gunna und Yeat.

Für die Lichtproduktion war auch in diesem Jahr die in Herisau ansässige Stagelight verantwortlich, die bei der Lichtsteuerung auf zwei Stage Hog-Konsolen von ETC setzte. Erst im Frühjahr hatte das Unternehmen in die neue ETC-Lichtsteuerungstechnik der jüngsten Generation investiert, beim Openair Frauenfeld stellten die Systeme nun ihre Festivaltauglichkeit unter Beweis.

Ein Lichtdesign für die größte Bühne der Deutschschweiz

Auch in seiner 39. Ausgabe hat das Openair Frauenfeld nichts von seiner Zugkraft eingebüßt: Die Veranstalter des größten Open-Air-Festivals der gesamten Deutschschweiz zählten in diesem Jahr über 100.000 Besucher. Eine Produktion im XL-Format, die entsprechend hohe Anforderungen an das Lichtdesign stellt.

Stefan Rüttimann von Stagelight, der auch in diesem Jahr für das Lichtkonzept des Openair Frauenfeld verantwortlich war, beschreibt die zentrale Herausforderung: „Die höchste Hürde ist, ein Design zu entwickeln, das für möglichst viele Produktionen funktioniert.“

Sein pragmatischer Ansatz macht nur wenige Umbauten notwendig und ermöglicht ein Design, mit dem alle Acts gut arbeiten können.

Stefan Rüttimann bringt das Grundprinzip auf den Punkt: „Bei einem Festival dieser Größenordnung rückt das Design zunehmend in den Hintergrund, während Funktionalität und Flexibilität im Vordergrund stehen.“

Offene Bühne mit V-förmigen LED-Screens

Das Lichtdesign der Parkstage entstand auf Basis der ersten Renderings des Kunden. Ziel war eine möglichst offene Bühne mit V-förmigen LED-Screens als prägendem Element. Für die Lichtsteuerung kamen zwei Stage Hogs zum Einsatz.

Stefan Rüttimann erklärt die Wahl der Konsolen: „Wir haben uns für die Stage Hog entschieden, da sie uns mehr Flexibilität bei der Platzierung der Displays bietet.“

Für den Einsatz bei einem Festival sei diese Möglichkeit nicht zwingend erforderlich, im Theater und insbesondere im Corporate-Bereich könne sie je nach Situation aber sehr hilfreich oder sogar notwendig sein. Ein weiterer Vorteil liege darin, dass sich ein externes Display bei einem Defekt oder technischen Problem einfach austauschen lasse.

Stefan Rüttimann von Stagelight (Foto: © Hannes Thalman)

Zuverlässiges Setup und vertraute Bedienung

Zwei ETC Tour Wings als Fader-Erweiterungen rundeten das Lichtsteuerungs-Equipment auf der Parkstage ab.

Stefan Rüttimann zieht ein positives Fazit zum Einsatz: „Die Konsolen haben zuverlässig funktioniert und die von uns gestellten Anforderungen perfekt erfüllt. Wir hatten keinerlei technische Probleme, alles verlief reibungslos.“

Auch für die neue Hog-Generation und den Wechsel auf die neuen Konsolen findet Rüttimann lobende Worte: „Besonders gut gefällt mir, dass die Tastenbelegung und die grundsätzliche Bedienoberfläche weitgehend identisch mit denen der bisherigen Generationen geblieben sind. Dadurch ist ein Umstieg ohne große Umgewöhnung möglich. Die Software und Syntax sind weitgehend an die der Hog 4 angelehnt, was den Wechsel zusätzlich erleichtert.“

Unterstützung durch ETC-Vertriebspartner ECM

Unterstützt wurde Stagelight bei dem Festival von ECM (Electric Claudio Merlo). Der ETC-Vertriebspartner begleitete den Einsatz der neuen Hog-Generation mit fachlichem und logistischem Support und stand dem Stagelight-Team damit als direkter Ansprechpartner für die eingesetzte ETC-Lichtsteuerungstechnik zur Seite.

Robustheit als entscheidendes Kriterium

Damit Rüttimann einer Lichtkonsole bei anspruchsvollen Produktionen wie dem Openair Frauenfeld vertrauen kann, müssen einige Kriterien erfüllt sein. Roadtauglichkeit und Robustheit der Technik spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Stefan Rüttimann zu den Anforderungen an die Technik: „Die Konsolen müssen auch unter anspruchsvollen Bedingungen zuverlässig funktionieren. Beispielsweise bei Temperaturen von bis zu 40 Grad oder bei Staub und Schmutz. Mit diesen Bedingungen muss die Technik langfristig problemlos umgehen können, da wir davon ausgehen, dass solche Einsatzbedingungen künftig häufiger vorkommen werden. Dies sehe ich aktuell als eine der größten Herausforderungen an die Technik.“