Showtec und Infinity beim Oktoberfest in Sittard

Oktoberfest Sittard

Zum 20-jährigen Jubiläum setzte das Oktoberfest Sittard auf eine sechstägige Ausgabe mit über 250.000 Besuchern und einer Mischung aus bayerischer Feststimmung und aufwendiger Lichtproduktion. Das Lichtsetup im Sittarder Weizen-Zelt stammte von Reflexion Events und basierte auf Lösungen von Highlite International, die Lichtdesigner Lars Aarts von T.Y.S. Productions für das Festival gemeinsam zusammengestellt hat.

Schwarzes Zelt als Bühne für Licht

Das Weizen-Zelt wurde komplett mit schwarzem Stoff ausgehängt und in eine theatralische Umgebung verwandelt. Dadurch ließen sich Licht und Atmosphäre präzise steuern und der Raum als dynamische Leinwand nutzen.

Lichtdesigner Lars Aarts, der seit der zweiten Ausgabe zum Produktionsteam gehört, erklärt: „Wenn Sie das Dach und die Seiten in Schwarz hüllen, können Sie Tiefe und Kontrast erzeugen“.

Die Bühne wurde um 1,5 Meter erhöht und so gestaltet, dass sie visuell mit dem Publikum verschmilzt. Die Füße der Künstler verschwinden hinter der Menge, was einen fließenden Übergang zwischen Bühne und Zuschauerraum erzeugt. Die Bodenbeleuchtung bleibt dabei weitgehend unsichtbar, entfaltet aber durch Stroboskope, die durch die Menge schneiden, eine starke Wirkung.

Setup mit Infinity und Showtec

Für das Jubiläum setzte das Team im Weizen-Zelt auf ein umfangreiches Setup mit Scheinwerfern von Infinity und Showtec, ergänzt durch Showgear Rigging-Zubehör von Highlite International.

Die Konfiguration umfasste:

Oktoberfest Sittard

Leistungsstarke Furion B402 Beams und Titan Strobe FLEX FX Scheinwerfer wurden auf dem Boden platziert, um weit in das Zelt hinein zu wirken. Warmtonige Stage Blinder FLEX Blaze Pods hingen über dem Publikum und sorgten für eine enge Einbindung der Besucher.

Die Infinity FX402 Bars kamen gezielt zum Einsatz, um visuelle Lücken in der Nähe von Backstage-Zugängen zu schließen. Sie wurden auf Rollgestellen montiert, um bei Umbauten schnell umgesetzt werden zu können.

Lars Aarts sagt dazu: „Ich war froh, dass wir eine seitliche Beleuchtung in der Nähe der Eingänge anbringen konnten. So konnten wir den Effekt des schwarzen Lochs vermeiden, wenn die Künstler die Bühne betraten.“

Gewichtslimit und Fixture-Auswahl

Eine zentrale technische Herausforderung war die begrenzte Traglast der Zeltdachkonstruktion. Um das Gewicht im Rig gering zu halten, setzte das Team gezielt auf leichte, aber leistungsstarke Scheinwerfer.

Im Fokus stand dabei der Showtec Shark – The Meg – Beam One von Showtec. Der kompakte 100-Watt-Beam bietet trotz seines geringen Eigengewichts eine hohe Lichtleistung und einen engen Beam für ausgeprägte Effektlinien.

Lars Aarts beschreibt seine Erfahrung: „Es gibt kein anderes Gerät mit einer derartigen Leistung bei einem so geringen Gewicht. Es ist das zweite Jahr, in dem wir sie verwenden, und sie sind perfekt für diese Art von Setup.“

Zuverlässigkeit der Infinity Produkte

Die Scheinwerfer von Infinity liefen während der gesamten sechstägigen Veranstaltung ohne Ausfälle. Sowohl optische Qualität als auch Lichtleistung und Gehäusedesign erfüllten die Anforderungen an eine professionelle Festivalproduktion.

Lars Aarts fasst seine Einschätzung zusammen: „Sie bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Den meisten Kunden sind Markennamen egal, ihnen geht es um Leistung. Infinity ist in meinen Augen zu einer Premiummarke geworden. Die Optik, die Leistung und das Design sind erstklassig. Wir hatten über sechs Tage hinweg keinerlei Ausfälle von Geräten. Nicht eine einzige Leuchte musste ausgetauscht werden. Das ist selten. Andere Marken statten ihre Produkte mit so vielen Funktionen aus, dass sie empfindlich werden. Infinity-Produkte sind zuverlässig.“

Festivalcharakter statt klassischem Festzelt

Das Oktoberfest Sittard bleibt seinem Profil treu, bayerisches Flair mit einem technisch anspruchsvollen Showkonzept zu verbinden. Viele Bands erwarten ein klassisches Oktoberfest-Setup und treffen dann auf eine große, durchproduzierte Bühne, deren Energie sich auf die Performance überträgt.

Lars Aarts beschreibt diesen Effekt so: „Einige Bands erwarten ein einfaches Oktoberfest-Setup. Aber was sie bekommen, ist eine große Produktion. Diese Energie fließt in ihre Performance ein, und das Publikum spürt sie. Es ist ein Schneeballeffekt.“

Jeder Abend beginnt mit weiß-blauer Beleuchtung, die das Oktoberfest-Thema aufgreift und den Einstieg in den Abend strukturiert. Die Besucher kommen nicht nur wegen Bier und Bratwurst, sondern auch wegen eines Gesamterlebnisses, das mit großen Musikfestivals mithalten kann.

Lars Aarts ergänzt: „Wir hören immer wieder von Bands, Veranstaltern und Besuchern, dass wir das Zelt an seine Grenzen bringen. Sie werden in keinem vergleichbaren Zelt auf einem anderen Oktoberfest eine fortschrittlichere technische Ausstattung finden. Nach Sittard kommen die Leute, um das ganze Erlebnis zu genießen – die Künstler, die Atmosphäre, die Effekte.“