Russell Dickerson ist mit seiner „RussellMania Tour 2026“ in Nordamerika unterwegs. Für das Lichtdesign der Country-Produktion setzt Nick Chang von Prismic Productions auf 108 GLP JDC1 Hybrid-LED-Strobes. Die Fixtures liefern Strobe-, Wash-, Blinder- und Pixel-Mapping-Funktionen für Arenen, Outdoor-Amphitheater und große Festivals.
Lichtdesign für Country-Produktion
Mit seinem vierten Studioalbum „Famous Back Home“ bespielt Russell Dickerson auf der „RussellMania Tour“ unterschiedliche Venue-Formate in den USA und Kanada. Die Produktion markiert für den mehrfach mit Platin ausgezeichneten Künstler einen Schritt in Richtung größerer Shows und stärkerer visueller Inszenierung.
Das Lichtdesign musste deshalb sowohl in Arenen als auch in Amphitheatern und auf Festivalbühnen funktionieren. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei GLP JDC1, die dem Rigg visuelle Durchsetzungskraft und strukturellen Zusammenhalt geben.
Nick Chang entwickelt Tourdesign
Lichtdesign, Programmierung und kreative Gesamtverantwortung lagen bei Nick Chang, Inhaber sowie Lighting und Production Designer von Prismic Productions. Unterstützt wurde er von Chris Diener, der als Projektmanager und kreativer Partner an der Produktion beteiligt war.
Production Manager Zander Scott holte Chang sechs Wochen vor Beginn der Produktionsproben in das Projekt. In dieser Zeit entstanden das komplette Lichtdesign, die Programmierung von 20 Songs und die visuelle Ausrichtung der Tour.
Das grandMA3-Showfile wurde von Anfang an so aufgebaut, dass es sich schnell auf große Festival-Setups übertragen lässt. Das Materialpaket stellte das Team gemeinsam mit Christie Lites zusammen. Der visuelle Content entstand in enger Abstimmung mit Tour-Content-Creator Andy Reuter, damit Licht, Video und SFX über die Show hinweg geschlossen wirken.
108 JDC1 im gesamten Rigg
Die 108 JDC1 sind über das komplette Rigg verteilt. Sechs gefächerte und angewinkelte Finger-Traversen tragen jeweils auf der Downstage-Seite einen vertikalen Truss-Stick. Jeder dieser Sticks ist mit elf JDC1 sowie weiteren Scheinwerfern bestückt.
Zwei Truss-Tower seitlich der Videowand tragen jeweils acht JDC1. Weitere acht Geräte befinden sich im Upstage-Floor-Package zusammen mit zusätzlichen Fixtures. 18 JDC1 sind direkt in Riser und Set-Elemente integriert.
Hybrid-Fixture für Strobe, Wash und Pixel
Der GLP JDC1 kombiniert ein weißes Tube-Element mit einer vollflächigen Matrix aus 1.320 RGB-LEDs, die in zwölf separat ansteuerbare Segmente unterteilt ist. Beide Elemente können kontinuierlich betrieben werden.
Dadurch eignet sich das Fixture nicht nur für Strobe-Effekte, sondern auch für Blinder-, Wash- und Pixel-Mapping-Anwendungen. Der motorisierte 16-Bit-Tilt über 185 Grad ermöglicht zusätzlich präzise Positionswechsel während der Show.
Nick Chang, Lighting und Production Designer von Prismic Productions: „Von Anfang an war klar, dass Russells Musik ein Licht-Setup braucht, das sich in jeder Umgebung behauptet – egal ob in einer Arena, einem Amphitheater oder auf einer Festivalbühne bei Tageslicht. Das JDC1 hat dafür alle Anforderungen erfüllt. Es ist extrem hell, enorm vielseitig und bleibt mit seinem Gehäuse optisch angenehm dezent.“
Russell Dickerson „RussellMania Tour 2026“ (Foto: © Thomas Heney)Vielseitigkeit ohne zusätzliche Komplexität
Für Chang ist der hybride Aufbau des JDC1 ein wichtiger Faktor. Das Gerät kann gleichzeitig als Strobe, Wash und pixelgemappte Effektfläche eingesetzt werden. Dadurch erweitert es die gestalterischen Möglichkeiten, ohne das System unnötig zu verkomplizieren.
Nick Chang: „Was ich am JDC1 besonders schätze, ist, dass es kein One-Trick-Fixture ist. Diese Hybridität ist für die Show ein großer Vorteil, weil das Rigg sehr viel leisten muss, ohne kompliziert zu werden.“
Pixel-Mapping für musikalische Akzente
Während der Show nutzt Chang die Pixel-Mapping-Funktionen des JDC1 intensiv. Über die 12-Segment-Ansteuerung aller 108 Geräte kann er zwischen subtilen Sparkle-Effekten und aggressiven Chases über das gesamte Rigg wechseln.
Besonders relevant ist diese Flexibilität durch den musikalischen Charakter der Produktion. Die Show ist stark vom Drummer geprägt, dessen energiegeladener, gospel-inspirierter Stil viele Akzente setzt.
Nick Chang: „Die JDCs erlauben mir, unterschiedliche musikalische Elemente innerhalb eines einzigen Fixtures getrennt voneinander abzubilden. Ich habe den Strobe für Snare-Hits eingesetzt, die Color-Plate für Kick-Akzente und die Pixel-Effekte, um Übergänge und Entwicklungen innerhalb der Songs zu unterstützen. Dadurch kann das Lichtsystem gleichzeitig groß und detailreich wirken – genau das, was diese Show braucht.“
Emotion und Energie statt Dauerblitz
Das Design bildet die Bandbreite von Dickersons Repertoire ab. Dazu gehören energiegeladene Hymnen ebenso wie persönlichere Songs im mittleren Tempo.
Chang legte Wert darauf, dass das Licht die musikalische Dynamik begleitet, ohne beliebig oder überladen zu wirken.
Nick Chang: „Wir wollten nicht, dass sich die Show wie permanentes Blitzen um des Effekts willen anfühlt. Jeder Lichtcue, jeder Video-Moment und jeder visuelle Akzent wurde so gesetzt, dass er Emotion und Energie der Musik sinnvoll unterstützt.“
Bewährtes Fixture für unterschiedliche Venues
Bei Russell Dickerson, seinem Management und dem Team stößt die Produktion auf positive Resonanz. Für die Tour ist entscheidend, dass das JDC1 in unterschiedlichen Venue-Formaten zuverlässig funktioniert und die visuelle Wirkung der Show unterstützt.
Nick Chang: „Ich habe GLP-Scheinwerfer über die Jahre in sehr unterschiedlichen Projekten und Showgrößen eingesetzt. Sie haben dabei immer sowohl visuelle Wirkung als auch tourtaugliche Zuverlässigkeit geliefert. Das JDC1 ist inzwischen ein absolut bewährtes Fixture. Es liefert exakt das, was wir brauchen – Abend für Abend.“
Die „RussellMania Tour 2026“ läuft noch bis Oktober durch die USA und Kanada.