Für die bislang größte Headliner-Show von Tigercub im Londoner KOKO entwickelte Lichtdesigner John Rogers ein Lichtkonzept, das vollständig auf den GLP JDC Burst 1 ausgerichtet war. Statt einer LED-Videowand setzte die Produktion auf ein reduziertes Design mit 26 Hybrid-Strobes als zentrales Gestaltungselement.
Licht statt Videowand
Die Show begleitete das aktuelle Album Nets to Catch the Wind und fand vor rund 1.500 Zuschauern statt.
Bereits in der Planungsphase entschied sich das Team gegen den Einsatz einer LED-Wand.
John Rogers, Lichtdesigner: „Ich war der Meinung, dass sie das Budget besser in die richtigen Scheinwerfer investieren sollten. Mit einem starken Lichtdesign konnten wir genügend visuelle Wirkung erzeugen, um den Raum zu füllen – ohne die Kosten für eine Videowand und die dazugehörige Content-Produktion.“
Die Wahl fiel nach einem Vergleich verschiedener Systeme auf den GLP JDC Burst 1.
Schatten als zentrales Gestaltungsmittel
Das Lichtdesign orientierte sich an der Bildsprache des Album-Artworks und nutzte Schatten als wesentliches Gestaltungselement.
Insgesamt wurden 26 JDC Burst 1 in abgestufter Anordnung über die Bühne verteilt. Ein Kabuki-Gaze-Vorhang diente zu Beginn der Show als Projektionsfläche für die von hinten erzeugten Silhouetten. Durch den motorisierten Tilt konnten die Geräte sowohl als Gegenlicht für die Band als auch zur Ausleuchtung des Bühnenbilds eingesetzt werden.
John Rogers: „Ich brauchte einen Scheinwerfer, der genug Punch hat, um Schatten auf Wände zu werfen, der aber gleichzeitig Keylight- und Eye-Candy-Aufgaben übernehmen kann. Mein Ziel war ein möglichst einfaches Design mit idealerweise nur einem Gerätetyp.“
Ein Fixture für unterschiedliche Aufgaben
Der GLP JDC Burst 1 kombiniert eine Weißlicht-Strobe-Linie mit zwölf einzeln ansteuerbaren Segmenten und zwei RGBW-LED-Flächen.
Für die Produktion wurde das System im 249-Kanal-Modus betrieben. Die Steuerung erfolgte über eine grandMA3 light zusammen mit den vorhandenen House-Fixtures des KOKO.
Design geht auf Tour
Das Lichtkonzept wurde anschließend für einen Auftritt im Gramercy Theatre in New York angepasst und soll auch die Europatournee im Herbst 2026 begleiten.
John Rogers: „Diese Looks lassen sich absolut auch mit weniger Geräten auf kleinere Bühnen übertragen. Die Effekte und die Ästhetik bleiben sehr gut reproduzierbar, weil die JDC Burst 1 so hell sind.“