Am Almeida Theatre in London setzte Lichtdesigner Howard Hudson für die Bühnenadaption von The Line of Beauty auf Fixtures aus der GLP X5 Serie. Die Produktion basiert auf dem Roman von Alan Hollinghurst, wurde von Michael Grandage produziert und nutzt ein Bühnenbild von Christopher Oram. Ein weißes, reduziertes Set über spiegelndem Boden und eine episodische Erzählweise verlangten nach einem Lichtdesign mit hoher Flexibilität.
X5 Compact und X5 Bar 1000 als Basis im Rigg
Hudson arbeitete jeweils mit acht impression X5 Compact und acht impression X5 Bar 1000. Entscheidend war für ihn die Kohärenz innerhalb der Plattform, besonders bei Farbmischung und Intensitätsverhalten.
Howard Hudson: „Das Licht musste viel Arbeit leisten, weil wir ständig die Schauplätze wechseln. In einer so reduzierten Umgebung weiß man nie genau, wie das Licht den Raum beeinflussen wird, daher brauchten wir viele Winkel- und Zoom-Optionen. Sobald wir die ersten Lampen eingeschaltet hatten, war klar, dass das funktionieren würde.“
Hudson nutzte die X5 Compact im Bühnendach und verteilte sie im Rigg für die Szenenbeleuchtung. Seine Arbeit mit der X5 Serie war bei dieser Produktion erstmals verbunden mit iQ.Gamut und RGBL Farbraum.
Howard Hudson: „Die X5 Compact im Bühnendach waren perfekt für die Größe des Theaters mit nur 350 Plätzen und so vielen Szenenwechseln. Wir haben sie im Rigg verteilt, und sie spielten eine wichtige Rolle in der Szenenbeleuchtung. Ihre Zoomrange ist großartig, vom winzigen Punkt bis zum weiten Wash.“
Creos als großformatige Lichtquelle im Theater
Als auffälliges Element kamen drei Creos Washlights zum Einsatz. Die Geräte sind mit 18 mal 40 Watt RGBL LEDs ausgestattet, verteilt auf drei Reihen mit je sechs Pixeln. Der Creos war bisher vor allem aus Tour und Festival Kontexten bekannt und wurde hier erstmals in einem Theater Setup eingesetzt.
Hudson nutzte die rechteckige Lichtform gezielt als Top Wash in Verbindung mit dem rechteckigen Bühnenlayout.
Howard Hudson: „Es ist ein faszinierendes Gerät. Ich habe früher impression FR10 verwendet, und die Creos wirken wie eine massivere Version mit etwas breiterem Look. Durch das rechteckige Set passten die Creos als Top Wash perfekt. Die rechteckige Lichtform auf einem rechteckigen Bühnendesign hat mir eine neue Denkweise eröffnet, und es funktionierte ausgesprochen gut. Die Farbmischung war fantastisch.“
Spiegelboden als aktives Gestaltungselement
Der spiegelnde Boden wurde in das Cue Design einbezogen und lieferte Reflexionen sowie Übergänge. Im finalen Cue wurde gezielt durch den Boden hindurch geleuchtet, um den Raum sichtbar zu verändern.
Howard Hudson: „Wir haben wunderschöne freie Reflexionen und feine Übergangsmomente erzielt. Im finalen Cue leuchten wir durch den Boden hindurch, und der gesamte Raum verwandelt sich mit Hilfe von viel Licht.“
Dimmung, Farbbild und Integration im Gesamt Rig
Hudson hebt die Lichtausbeute der Geräte im Verhältnis zur Bauform hervor, besonders für Situationen mit begrenzter Rig Höhe. Außerdem betont er die Rolle von Dimmung und Farbmischung für einen Wechsel zwischen Rock Show Anforderungen und minimalistischem Theater.
Howard Hudson: „Wenn man wenig Platz in der Höhe hat, ist ein Scheinwerfer mit größerer, kräftigerer Lichtquelle genau das, wonach wir uns alle sehnen. Ich schätze generell die Raffinesse der GLP Geräte mehr als bei vielen anderen Herstellern. Das ist enorm hilfreich, wenn man eine elegante, hochwertige Ästhetik erzeugen möchte. Es ist großartig, wenn Fixtures nahtlos von Rock ’n’ Roll Shows zu minimalistischen Theaterproduktionen wechseln können, dank hervorragender Dimmung und Farbmischung. Der Creos ist ein großartiges Gerät, und ich habe sehr gerne mit ihm gearbeitet.“
Programmierung mit Fraser Craig
Hudson würdigt die Arbeit seines Programmierers Fraser Craig als zentralen Faktor in der Umsetzung.
Howard Hudson: „Für uns beide war es wirklich spannend, mit neuen Lampen wie dem Creos zu arbeiten.“
Craig betont die Vorteile identischer Chipsets für die Farbangleichung sowie die Dimmkurven über die beteiligten Fixtures hinweg.
Fraser Craig: „Ich habe sehr gerne mit den Geräten gearbeitet. Die identischen Chipsets erleichtern die farbliche Anpassung enorm, und besonders die impression X5 Bars und Creos liefern ein sehr klares, sauberes Farbbild. Auch die Dimmkurven sind bei allen Geräten großartig, sodass man sie problemlos in ein bestehendes Rigg integrieren kann.“