GLP Creos bei Peter Maffays „Love Places“

Peter Maffays „Love Places“ Open-Air (Foto: © Paul Gärtner)

Peter Maffay ist nach seiner großen Abschiedstournee 2023 nicht mehr im klassischen Tourneebetrieb unterwegs. 2026 kehrt der Künstler mit ausgewählten Einzelkonzerten unter dem Motto „Love Places“ an Orte zurück, die für ihn persönlich Bedeutung haben oder einen besonderen Rahmen für seine Shows bieten. Für das Lichtdesign zeichnet erneut Günter Jäckle verantwortlich. Dabei setzt der langjährige Maffay-Designer unter anderem auf 16 GLP Creos und 80 impression X5 Wash.

Anders als bei einer klassischen Tournee mit weitgehend identischem Produktionsaufbau bringt jeder Spielort eigene Voraussetzungen mit. Sichtachsen, Distanzen, Riggingmöglichkeiten und Bühnengeometrien unterscheiden sich. Ein kompakter Materialkern reist mit der Produktion, zusätzliches Equipment wird abhängig vom jeweiligen Veranstaltungsort ergänzt.

Für Jäckle müssen die zentralen Werkzeuge deshalb leistungsfähig, flexibel integrierbar und vor allem farblich berechenbar sein.

„Bei solchen Produktionen muss ein Setup an sehr unterschiedlichen Orten funktionieren“, erklärt Günter Jäckle. „Je weniger Reibung ich zwischen verschiedenen Systemen habe, desto schneller komme ich zu einem sauberen Ergebnis. Bei GLP kenne ich die Farbmischung und weiß, dass die Farben sitzen.“

Ein Setup für unterschiedliche Open-Air-Locations

Eine zentrale Aufgabe des Lichtdesigns besteht zunächst darin, die Musiker auf der Bühne zuverlässig auszuleuchten. Gerade bei Open-Air-Produktionen können weit entfernte Frontpositionen sowie unterschiedliche Trusshöhen und Winkel diese vermeintlich einfache Aufgabe erschweren.

Bei Peter Maffay kommt eine weitere Dimension hinzu: 14 Musiker stehen auf der Bühne. Sie müssen nicht nur für das Publikum sichtbar sein, sondern auch für die Kameras und die Übertragung auf die großen Screens differenziert und kontrolliert ausgeleuchtet werden.

Peter Maffays „Love Places“ Open-Air (Foto: © Paul Gärtner)

Creos für Frontlicht, Gassen und Fläche

Für diese Aufgaben setzt Jäckle die 16 GLP Creos ein. Die IP-geschützten Geräte übernehmen unterschiedliche Funktionen im Design und dienen unter anderem als Flächen- und Seitenlicht sowie in Gassenpositionen.

„Bei Maffay musst du erst einmal 14 Leute auf einer Open-Air-Bühne hell kriegen“, sagt Jäckle. „Das klingt banal, ist aber oft der entscheidende Punkt. Die Front-Truss sitzt bei Open-Airs häufig weiter hinten, als man es sich wünschen würde. Dann brauchst du Lampen, die dir wirklich helfen.“

Für Jäckle liegt ein wesentlicher Vorteil des Creos darin, mehrere Aufgaben mit einem Fixture abdecken zu können: „Die Creos kann ich klassisch als Fluter verwenden, ich kann sie als Gassenlicht einsetzen und sie sehen dabei auch noch nach etwas aus. Ich bekomme sehr viel Funktion und Design auf wenig Platz. Das ist für solche Produktionen enorm wertvoll.“

Die unterschiedlichen „Love Places“ verlangen dabei ein Lichtkonzept, das wiedererkennbar bleibt, sich aber an die jeweilige Umgebung anpassen lässt. Die Technik soll den Charakter des Ortes nicht überdecken, gleichzeitig aber jeden Abend die visuelle Qualität einer großen Peter-Maffay-Produktion ermöglichen.

80 impression X5 Wash ergänzen das Setup

Neben den Creos bilden 80 GLP impression X5 Wash einen wesentlichen Bestandteil des Lichtsystems. Für Jäckle ist die Kombination auch deshalb interessant, weil sich die Geräte innerhalb einer vertrauten Farbwelt bewegen.

„Ich versuche, mit möglichst wenigen unterschiedlichen Herstellern zu arbeiten“, erklärt Jäckle. „Nicht aus Prinzip, sondern weil es die Arbeit einfacher und sauberer macht. Wenn Farbmischung, Dimmverhalten und Grundcharakter zusammenpassen, erreiche ich schneller ein gutes, reproduzierbares Ergebnis. Bei GLP kenne ich ‚meine‘ Farben und ich weiß, dass ich sehr schnell dort bin, wo ich hinwill.“

Gerade bei Produktionen mit Kameras spielt diese Konsistenz eine wichtige Rolle. Das Licht muss sowohl für das Publikum vor Ort als auch auf den Videowänden funktionieren. Unterschiede bei Farbwiedergabe und Hauttönen werden im Kamerabild besonders deutlich.

„Heute denkt man als Lichtdesigner die Kamera automatisch mit“, sagt Jäckle. „Da sieht man sofort, wenn Farben nicht zusammengehen oder Gesichter nicht sauber zu erkennen sind. Bei GLP nehme ich meine Palette, passe sie an und kann mich darauf verlassen, dass es funktioniert.“

Lichtdesigner Günter Jäckle (Foto: © Paul Gärtner)

Licht als Teil der musikalischen Dramaturgie

Trotz der technischen Anforderungen versteht Jäckle das Lichtdesign vor allem als unmittelbaren Bestandteil der Musik. Ein möglichst homogenes und verlässliches System soll ihm die Freiheit geben, sich während der Show auf die musikalische Dramaturgie zu konzentrieren.

„Am Ende will ich mit einer guten Band Lichtorgel spielen“, sagt Jäckle. „Ich will nicht permanent technische Reibung verwalten, weil Farben nicht zusammenkommen oder Geräte anders reagieren als erwartet. Ich brauche Werkzeuge, die mir Freiheit geben.“

Bei den „Love Places“-Konzerten übernehmen die Creos damit sowohl funktionale als auch gestalterische Aufgaben. Gemeinsam mit den impression X5 Wash bilden sie einen GLP-Kern, der sich an die unterschiedlichen Spielorte anpassen lässt.

„Ich fühle mich GLP sehr verbunden und werde von Olli Schwendke immer bestens unterstützt“, resümiert Jäckle. „Das Material hat sich über viele Produktionen bewährt. Wenn du mit einer großen Band an besonderen Orten arbeitest, brauchst du genau dieses Vertrauen. Dann kannst du dich auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht: Musik, Atmosphäre und den Moment.“