Dick Brave tourt mit ETC Tour Hog

Dick Brave Tour 2026

Dick Brave ist wieder auf Tour. Für das Lichtdesign der aktuellen Rockabilly-Shows setzt Lichtdesigner Rolf Wenzel auf eine ETC Tour Hog. Die Konsole unterstützt einen vollständig manuellen Live-Workflow ohne Timecode oder MIDI und ermöglicht schnelle Anpassungen im täglichen Touring-Betrieb.

Rockabilly-Show mit Retro-Charakter

Sasha gehört seit den späten 1990er Jahren zur deutschen Pop-Szene. Als Dick Brave verfolgt Sascha Schmitz parallel dazu seit vielen Jahren sein Rockabilly-Alter-Ego. Die aktuelle Tour greift die Energie des Rock ’n’ Roll auf und übersetzt sie in ein bewusst reduziertes Lichtkonzept.

Im Zentrum stehen vier große Buchstaben, die den Schriftzug DICK bilden und mit 220 Glühlampen bestückt sind. Ergänzt wird das Setup durch Unterlicht und Seitenlicht. Die Gestaltung orientiert sich an Bühnenbildern der 1950er- und 1960er-Jahre und setzt auf ein entsprechendes Retro-Feeling.

Rolf Wenzel: „Im Fokus des Lichtkonzepts stehen die vier, mit 220 Glühlampen beleuchteten Großbuchstaben von DICK. Der Rest herum ist überschaubar. Ich habe mir angeschaut, was in den 50er und 60er Jahren so üblich war. Dieses Retro-Feeling wollten wir auch generieren – und das ist uns gelungen.“

Manuelle Steuerung ohne Timecode

Wenzel steuert die Show komplett manuell. Auf Timecode oder MIDI-Unterstützung wird verzichtet, da die Band mit hoher Live-Energie und wechselnden Tempi arbeitet. Entscheidend ist daher ein direkter Zugriff auf Looks, Funktionen und spontane Akzente.

Rolf Wenzel: „Die Band hat eine wilde Energie, die Tempi wechseln ständig. Genau darauf spontan reagieren zu können, macht den Reiz aus.“

Die ETC Tour Hog unterstützt diesen Ansatz mit einer Arbeitsweise, die für schnelle manuelle Eingriffe ausgelegt ist. Wenzel nutzt für jeden Song eigene Pages, zwischen denen er während der Show wechselt.

Rolf Wenzels ETC Tour Hog (Foto: © Rolf Wenzel)

Template Page für zentrale Funktionen

Neben den Song-Pages arbeitet Wenzel mit einer Template Page. Dort bleiben grundlegende Funktionen dauerhaft verfügbar, etwa Seitenlicht, Unterlicht und zentrale Looks. Dadurch kann er auch bei kurzfristigen Änderungen im Ablauf jederzeit auf wichtige Parameter zugreifen.

Die übrigen Fader nutzt er flexibel für songspezifische Effekte, Farbwechsel und besondere Looks für die beleuchteten DICK-Buchstaben. Zusätzliche Funktionen wie Hazer oder Hauslicht lassen sich schnell auf Fader legen und wieder zurückführen.

Rolf Wenzel beschreibt seinen Workflow: „Das funktioniert einwandfrei. Alles ist sofort da und man muss sich keinen Kopf machen.“

Schnelle Anpassung im Touring-Alltag

Ein Vorteil der Tour Hog liegt für Wenzel in der Geschwindigkeit im täglichen Betrieb. Trotz wechselnder Venues benötigt er meist rund 20 Minuten, um die Konsole an die jeweilige Bühne anzupassen.

Dabei integriert er auch vorhandene Hauslicht-Systeme, vor allem Blinder und Frontlicht für die Interaktion mit dem Publikum. Der leuchtende DICK-Brave-Schriftzug sorgt zugleich für räumliche Tiefe auf der Bühne.

Rolf Wenzel: „Der große DICK-Brave-Schriftzug ist so effizient, dass die Bühne selbst ohne klassisches Gegenlicht immer Tiefe behält.“

Ergonomie und direkter Zugriff

Auch ergonomisch überzeugt die Tour Hog im Live-Betrieb. Die Encoder-Wheels mit direkter Werteingabe erleichtern Parameteränderungen während der Show. Viele Eingriffe lassen sich schnell und mit einer Hand umsetzen.

Die neuen Dashboards der Konsole bieten zusätzliche Übersicht, da zentrale Funktionen und Parameter direkt sichtbar und intuitiv erreichbar sind. Für Wenzel entsteht daraus eine Mischung aus strukturierter Bedienlogik und individueller Freiheit im Programmier- und Showbetrieb.

Rolf Wenzel fasst zusammen: „Die Konsole gibt sinnvolle Wege vor, lässt aber trotzdem genug Raum für den eigenen Workflow.“