Roland Kaiser ist aktuell mit „Die Open Airs! Tour 2026“ unterwegs. Die Konzertreise führt den Sänger an große Open-Air-Spielstätten, darunter den Schlosspark Oberschleißheim. Das Lichtdesign stammt von Andreas Kisters, der seit mehreren Jahrzehnten zur Tour-Familie des Künstlers gehört und bei der aktuellen Produktion erstmals eine ETC Tour Hog einsetzt.
Lichtdesign für emotionale Konzertmomente
Die Shows von Roland Kaiser leben von Musik, Performance und einer emotionalen Atmosphäre. Das Lichtdesign unterstützt diese Wirkung und übersetzt musikalische Stimmungen in visuelle Bilder.
Andreas Kisters entwickelt das Konzept lange vor der ersten Probe gemeinsam mit Bühnen- und Videodesignern. Aus Bühne, LED-Wänden, Videoinhalten und Licht entsteht ein Gesamtkonzept, das anhand erster Renderings abgestimmt wird.
Lichtdesigner Andreas Kisters: „Heute läuft praktisch alles über Visualisierung und Pre-Programming.“
Mithilfe von Echtzeit-Visualisierungssystemen wird die Show vor den ersten Bandproben programmiert. Licht, Video und Timing können dadurch früh vorbereitet und präzise aufeinander abgestimmt werden.
Balladen als gestalterischer Schwerpunkt
Im Zentrum des Lichtkonzepts steht die emotionale Wirkung der Musik. Gerade bei den Balladen in Roland Kaisers Setlist sieht Kisters besondere gestalterische Möglichkeiten.
Trotz umfangreicher Vorprogrammierung bleibt Raum für Live-Entscheidungen. Kisters setzt Akzente, gestaltet Übergänge und reagiert auf die Dynamik der Show.
Andreas Kisters: „Manchmal reichen wenige Lichtquellen aus, um eine starke Stimmung zu erzeugen. Gerade die ruhigen Momente sind oft die spannendsten.“
Open-Air-Tournee von Roland Kaiser (Foto: © Nadine Volz)Zusammenspiel von Licht, Ton, Video und Bühne
Für die Live-Wirkung ist das Zusammenspiel aller Gewerke entscheidend. Licht, Ton, Video und Bühnenbild werden nicht getrennt betrachtet, sondern als Bestandteile eines gemeinsamen Konzerterlebnisses.
Andreas Kisters: „Wenn alles nahtlos zusammenpasst, dann kreieren wir Gänsehaut-Momente.“
Tour Hog als neue Lichtkonsole
Andreas Kisters arbeitet seit vielen Jahren mit Hog-Konsolen. Bereits Mitte der 1980er Jahre gehörte er in Deutschland zu den frühen Anwendern der Hog 2. Seitdem blieb er dem System über mehrere Generationen hinweg treu.
Bei der aktuellen Roland-Kaiser-Tour steuert er das Licht-Setup erstmals mit einer Tour Hog von ETC. Eine lange Eingewöhnung war für ihn nicht erforderlich, da die Bedienlogik innerhalb der Hog-Familie erhalten bleibt.
Andreas Kisters: „Für mich die ultimative Live-Lichtkonsole. Mitte der 1980er Jahre gehörte ich in Deutschland zu den ersten Anwendern der damaligen Hog 2. Seitdem bin ich diesem System treu geblieben – mit jeder neuen Generation. Der rote Faden bleibt ja bei jedem Hog-Update erhalten, deshalb kann man mit einer neuen Hog immer sofort loslegen.“
Lichtdesigner Andreas KistersSchnelligkeit und Zuverlässigkeit im Tourbetrieb
Ein zentraler Aspekt der Hog-Philosophie ist für Kisters die schnelle Umsetzung kreativer Ideen. Gerade bei Live-Produktionen muss eine Konsole komplexe Abläufe, schnelle Änderungen und intuitive Bedienung verbinden.
Andreas Kisters: „Genau darum geht es mir auch: Ich möchte, wenn ich eine kreative Idee habe, sie schnell umsetzen können. Das geht nur, wenn es ein logischer Aufbau mit intuitivem Handling ist. Genau dafür stehen Hog-Konsolen, auch die neue Tour Hog.“
Neben der Bediengeschwindigkeit spielt die Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle. Die Show ist mit zahlreichen Scheinwerfern, mehreren Dutzend Universen und umfangreicher Vorprogrammierung aufwendig angelegt.
Das mitreisende Backup-System bleibt dennoch ungenutzt im Tour-Truck. Für Kisters bestätigt dies die Stabilität der eingesetzten Hog-Plattform im laufenden Tourbetrieb.