ELATION Rayzor Blade bei Foster the People

Coachella-Auftritt von Foster the People im Outdoor Theatre (Foto: © Miranda McDonald)

Beim Coachella-Auftritt von Foster the People im Outdoor Theatre setzte Kreativdirektor, Produktionsdesigner und Lichtdesigner Shepherd Lowrey auf Proteus Rayzor Blade L von ELATION. Die linearen IP65-Scheinwerfer unterstützten ein visuelles Konzept, das den Idealismus der 1950er Jahre mit Motiven moderner Überwachungskultur verband.

Foster the People im Outdoor Theatre

Foster the People spielten an beiden Coachella-Wochenenden im Outdoor Theatre. Die Produktion entstand in Zusammenarbeit mit Cour Design aus Nashville, die die Show produzierte.

Lowrey übernahm die kreative Leitung für den Auftritt. Ziel war eine konzeptorientierte Performance, die das Indie-Pop-Repertoire der Band mit den psychedelischen Einflüssen des Albums „Paradise State of Mind“ verbindet.

Shepherd Lowrey, Kreativdirektor, Produktionsdesigner und Lichtdesigner: „Ich liebe Coachella und freue mich jedes Jahr darauf, dort etwas auf die Beine zu stellen. Für mich ist es das größte Ereignis des Jahres. Es bedeutet mir sehr viel, weil es in meiner Heimat stattfindet und eine so wirkungsvolle Plattform für Agenturen, Kreativhäuser und Produktionsteams ist. Ich habe mich besonders darauf gefreut, diese Show für Cour auf die Beine zu stellen – sie leisten derzeit großartige Arbeit, und ich wusste, dass die Messlatte hoch lag.“

Konzept zwischen 1950er-Ästhetik und Überwachung

Das narrative Konzept entstand gemeinsam mit Mark Foster, dem Frontmann von Foster the People. Ausgangspunkt war das Thema Überwachung, das nicht rein düster erzählt werden sollte.

Shepherd Lowrey: „Mark brachte diese Idee der Überwachung als beängstigendes, übergreifendes Thema ein. Wir wollten das Thema so präsentieren, dass es nicht einfach nur düster und deprimierend wirkt, also haben wir die Gegenüberstellung zwischen einer idealisierten, bildschönen Welt der 1950er Jahre und der Realität unserer heutigen Zeit untersucht. Wir haben diese Ideen zu einer Reise von 1950 bis 2026 verschmolzen, die hell und fröhlich beginnt, bevor sie allmählich seltsamer wird und schließlich übertrieben beängstigend endet.“

Im Zentrum der Bühne stand ein 36 Fuß breites und 12 Fuß tiefes LED-Haus, inspiriert von der Architektur in Palm Springs der 1950er und 1960er Jahre. Eine fiktive Familie, die in diesem Haus lebt, erschien während der Show in Videosequenzen. Die große Videowand im hinteren Bühnenbereich und die seitlichen Coachella-Videoflächen erweiterten die visuelle Erzählung.

Shepherd Lowrey: „Wir wollten diesen – wenn auch fiktiven – Idealismus der 1950er Jahre unbedingt zum Leben erwecken und ihn dann im Laufe des Sets langsam zerfallen lassen. Es war definitiv eines der Konzepte, die mir am meisten Spaß gemacht haben, an denen ich je mitgewirkt habe.“

Coachella-Auftritt von Foster the People im Outdoor Theatre (Foto: © Miranda McDonald)

Proteus Rayzor Blade L als zentrales Lichtwerkzeug

Da Video das primäre Erzählmedium der Show war, musste das Lichtdesign die Geschichte unterstützen und zugleich gegen umfangreiche LED-Inhalte bestehen. Lowrey setzte dafür auf Proteus Rayzor Blade L von ELATION, geliefert von Christie Lites.

Die einen Meter langen linearen Tilt-FX-Leisten mit IP65-Schutzklasse werden von 12 unabhängig steuerbaren 60-W-RGBW-LEDs angetrieben. Sie wurden zu einem zentralen Bestandteil des Lichtdesigns.

Sechs Rayzor Blade L pro Seite wurden horizontal an Rolltraversen entlang beider Bühnenseiten montiert. Sie lieferten Seitenlicht und Fülllicht über die gesamte Bandbreite der Band. Eine zusätzliche Reihe aus zehn Geräten im hinteren Bühnenbereich bildete nahezu einen durchgehenden Rahmen um den Auftrittsbereich.

Shepherd Lowrey: „Der Grund, warum wir sie als Seitenlicht eingesetzt haben, ist, dass sie so gut als Farbflut dienen. Wir haben sie durchgehend als Fülllicht für die Band eingesetzt, weil wir den Eindruck erwecken wollten, als würden sie von den Seiten angestrahlt. Und wenn es dann an den entscheidenden Momenten ankam, hatten wir die gesamte Stroboskopleistung, die wir brauchten. Das macht sie zu einer so nützlichen Zwei-in-Eins-Leuchte.“

Wash und Strobe in einem System

Die Doppelfunktion aus Wash und Strobe war im Festivalumfeld besonders wichtig. Bei einem Coachella-Set musste die Produktion schnell visuelle Wirkung entfalten und das Publikum früh in das Konzept hineinziehen.

Shepherd Lowrey: „Hätten wir das für eine Tournee aufgebaut, hätten wir die Show in Etappen aufgeteilt und einige dieser Effekte für später aufgehoben. Aber da es sich um eine Festivalshow handelte, wollten wir von Anfang an voll durchstarten und das Publikum zumindest in den ersten paar Songs mit allem überwältigen, was wir hatten. Die Rayzors waren dabei entscheidend, weil wir sie in einem Moment als Flutlicht einsetzen und dann mit den Stroboskopeffekten einen Gang höher schalten konnten.“

Die Rayzor Blade L wurden über weite Teile des Sets als tragendes Element genutzt.

Shepherd Lowrey: „Um ehrlich zu sein, waren sie die Arbeitspferde der Show. Wir haben uns während fast des gesamten Sets auf sie verlassen.“

Lichtleistung gegen LED-Inhalte

Die Helligkeit der Geräte war ein wichtiger Faktor, da das Bühnenbild stark von LED-Flächen geprägt war. Die Rayzor Blade L lieferten genügend Durchsetzungskraft, um neben Videoinhalten sichtbar zu bleiben.

Shepherd Lowrey: „Das sind so leistungsstarke Scheinwerfer. Während der Proben hatte ich tatsächlich Bedenken, dass sie das Video überlagern könnten, weil sie so helle Scheinwerfer sind. Aber letztendlich gab uns diese Lichtleistung genau das, was wir brauchten, um uns gegen all die LED-Inhalte durchzusetzen.“

Tilt-Funktion und SparkLED-Effekt

Neben Wash- und Strobe-Funktionen nutzte Lowrey auch die automatische Neigung der Rayzor Blade L. Dadurch ließen sich architektonische Linien und unterschiedliche Raumrichtungen in das Design integrieren.

Shepherd Lowrey: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den visuellen Eindruck sehr architektonisch zu gestalten. Manchmal zeigten die Scheinwerfer senkrecht nach oben, ein anderes Mal direkt auf die Bühne. Die Neigungsfunktion bot uns viel Flexibilität und unterstützte gleichzeitig die gesamte Designsprache.“

Der SparkLED-Hintergrundeffekt spielte im Finale bei „Pumped Up Kicks“ eine wichtige Rolle. SparkLED nutzt weiße LEDs innerhalb der Linse und erzeugt dadurch eine zusätzliche visuelle Textur.

Shepherd Lowrey: „Für diesen Song wollten wir einen sehr klassischen, edlen CTO-Look. Der SparkLED-Effekt war perfekt für diesen Moment. Wir haben den Rest des Looks tatsächlich um ihn herum gestaltet, weil er genau das Gefühl vermittelte, das wir suchten.“

Coachella-Auftritt von Foster the People im Outdoor Theatre (Foto: © Miranda McDonald)

Zusammenarbeit mit Cour Design und Christie Lites

Das weitere Rig umfasste Moving-Head-Profile, Beam- und Wash-Scheinwerfer sowie zusätzliche lineare Wash-Systeme. An der Umsetzung beteiligt waren Lichtregisseur, Programmierer und Operator Scott SchirmerSean Ray von Christie Lites sowie Ariel Afar von der Produktionsfirma SLX, der während der Proben beratend unterstützte.

Lowrey hob außerdem die Zusammenarbeit mit Mark Foster hervor, der das Konzept während des gesamten Prozesses aktiv mitprägte.

Shepherd Lowrey: „Ich hatte großes Glück, bei dieser Show mit Mark Foster zusammenzuarbeiten. Wenn man ihm ein Konzept vorlegt, stürzt er sich mit Leib und Seele darauf und treibt es bis ins Unermessliche voran. Diese Art der Zusammenarbeit machte den gesamten kreativen Prozess unglaublich bereichernd.“

Konzept für Tour weiterentwickelt

Lowrey plant, das Konzept für die bevorstehende „Good Mourning Sunshine“-Tour von Foster the People weiterzuentwickeln, die im September starten soll. Ob das vollständige Coachella-Produktionspaket übernommen wird, ist noch offen.

Der Einsatz der ELATION Proteus Rayzor Blade L zeigte bei Coachella, wie ein lineares Wash-, Strobe- und Effektwerkzeug eine videobasierte Erzählung unterstützen kann, ohne sich auf eine reine Ergänzungsrolle zu beschränken.