Zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit setzte Illuminate Production Services den Mount Rushmore mit einem umfangreichen ELATION-Lichtsystem in Szene. Die Lichtshow war Teil der „Freedom 250“-Veranstaltung am 3. Juli 2026 und begleitete die Rückkehr des Feuerwerks am Mount Rushmore, das dort erstmals seit 2020 wieder stattfand.
Gemeinsam mit Pyro Spectaculars entwickelte Illuminate eine rund 20-minütige Inszenierung, bei der Licht und Pyrotechnik als zusammenhängende visuelle Dramaturgie angelegt waren. Für Lichtdesign und Programmierung zeichnete Caleb Franke von Illuminate verantwortlich.
Lichtdesign unter besonderen Bedingungen
Die Arbeit am Mount Rushmore stellte das Produktionsteam vor ungewöhnliche Herausforderungen. Als National Memorial gelten besondere Vorgaben für Zugang und Umweltschutz. Gleichzeitig waren die Möglichkeiten begrenzt, das Lichtdesign vor der eigentlichen Produktion vor Ort zu testen.
Für Illuminate bedeutete das, große Teile des Designs im Vorfeld zu planen und sich bei der Dimensionierung auf Berechnungen zu verlassen. Eine besondere Rolle spielte dabei die enorme Entfernung zwischen einigen Scheinwerferpositionen und den in den Fels gearbeiteten Präsidentenporträts.
16 Proteus Brutus beleuchten die Präsidentenporträts
Zentrales Werkzeug waren 16 ELATION Proteus Brutus. Die LED-Wash-/FX-Scheinwerfer wurden entlang des Presidential Trail verteilt und beleuchteten die vier Präsidentengesichter aus unterschiedlichen Winkeln. Die Entfernungen lagen laut Illuminate zwischen rund 90 und 180 Metern.
Gerade die Lichtleistung war deshalb ein entscheidendes Kriterium. Caleb Franke hatte zunächst Bedenken, ob die Geräte über diese Distanzen genügend Output liefern würden.
„Rechnerisch sah alles gut aus, aber die Realität kann anders aussehen“, sagt Caleb Franke. „Ich war ein wenig besorgt, aber als wir die Scheinwerfer vor Ort hatten und die Gesichter damit beleuchteten, sah ich, dass es gut funktionieren würde. Es war fast schon zu viel Leistung. Eigentlich war es perfekt.“
Proteus Atlas FX für weitreichende Beams
Sechs ELATION Proteus Atlas FX ergänzten das Setup. Die Geräte wurden ebenfalls entlang des Weges positioniert und erzeugten weitreichende Beameffekte, die mit dem Feuerwerk und dem entstehenden Rauch interagierten.
Weitere zehn Proteus Lucius LED-Profilscheinwerfer beleuchteten die Felsflächen rund um die Präsidentenporträts. Farben, Gobos und Animationseffekte dienten dazu, zusätzliche Strukturen innerhalb des monumentalen Motivs herauszuarbeiten.
„Freedom 250“ am Mount RushmoreScheinwerfer direkt auf dem Berg
Eine weitere Herausforderung war der Transport des Equipments. Ein High-Line-Rigging-Team brachte die benötigte Technik auf den Berg. An vier Positionen oberhalb des Denkmals installierte die Crew jeweils sechs ELATION Proteus Excalibur sowie drei Pulse Panel FX. Zwischen den Beleuchtungspositionen befand sich auch Equipment für die Pyrotechnik.
Die Excalibur erzeugten Beam-Effekte oberhalb der Präsidentenköpfe. Die Pulse Panel FX übernahmen eine andere Aufgabe: Sie beleuchteten gezielt den Rauch der Feuerwerkskörper und machten ihn damit selbst zum Bestandteil des Lichtdesigns.
„Mit den Pulse Panel FX konnten wir den Rauch wirklich gut beleuchten und die Atmosphäre über den Köpfen in diesem Bereich hervorheben“, erklärt Franke. „Das hat wirklich gut funktioniert.“
Bei der Datenverteilung setzte Illuminate zusätzlich auf Obsidian Control Systems. Netron EN12 Ethernet-to-DMX Nodes und DMX10-5 Splitter verteilten die Lichtsteuerungsdaten über das weitläufige Gelände.
Rot, Weiß und Blau für Mount Rushmore
Passend zum Anlass bestimmten Rot, Weiß und Blau große Teile der Farbgestaltung. Die Proteus Brutus lieferten zusätzlich Animationseffekte, während die Proteus Lucius mit Gobos und Animationen weitere Texturen erzeugten.
Dabei ging es Illuminate nicht darum, die übliche Beleuchtung des Denkmals lediglich heller oder farbiger umzusetzen. Die vier Gesichter wurden aus mehreren Winkeln modelliert. Durch die bewusste Steuerung von Licht und Schatten entstand eine deutlich theatralischere Darstellung als bei der regulären Beleuchtung des Mount Rushmore.
Licht und Feuerwerk als gemeinsame Inszenierung
Die gesamte Show wurde vorab visualisiert und eng zwischen Caleb Franke und Feuerwerksdesigner Kevin Gilfillan von Pyro Spectaculars abgestimmt. Dadurch entstanden sowohl Passagen, in denen Licht und Feuerwerk gemeinsam wirkten, als auch Momente, in denen ausschließlich das Licht die visuelle Führung übernahm.
Für Illuminate war die Produktion auch aufgrund des Veranstaltungsortes ein besonderes Projekt. Neben der technischen Inszenierung musste das Team die strengen Anforderungen für die Arbeit innerhalb des Nationalparks berücksichtigen.