Das Theater De Leest investiert in 230 ROBE-Scheinwerfer

Theater de Leest (Foto: © Peter Visser)

Das Theater De Leest in Waalwijk hat seine Bühnenbeleuchtung umfassend modernisiert. Im Mittelpunkt steht eine Investition in 230 statische und bewegte LED-Scheinwerfer von ROBE, die in beiden Veranstaltungssälen des Hauses eingesetzt werden. Damit ersetzt das Theater teils noch aus der Eröffnungszeit stammende Bestandsgeräte und stellt die Beleuchtung technisch wie energetisch neu auf.

Zwei Säle, ein flexibles Spielprogramm

De Leest wurde 1996 eröffnet und gilt als kultureller Mittelpunkt von Waalwijk und der Region. Im Zuge einer umfassenden Renovierung kam vor rund zehn Jahren ein Black-Box-Saal mit 200 Plätzen und versenkbarem Sitzsystem hinzu. Zusammen mit dem Hauptsaal mit 520 Plätzen entstand damit eine flexible Spielstätte für Musicals, Konzerte, Kabarett, Familienformate, Oper, Tanz, Jugendtheater und Filmvorführungen.

Luc van Heijst ist seit 2004 technischer Leiter des Hauses und verantwortete das Ausschreibungsverfahren. Die Lieferung erfolgte über den niederländischen ROBE-Vertriebspartner Controllux.

Acht Gerätetypen für unterschiedliche Aufgaben

Zum neuen Lichtbestand gehören insgesamt acht ROBE-Typen:

Die Geräte können an 45 motorisierten Überbühnen- und Seitenzügen im großen Saal sowie am festen Raster im kleineren Saal eingesetzt werden. Nicht verwendete Scheinwerfer lagert und transportiert das Theater in speziell dafür entwickelten Regalsystemen.

Erster Moving-Light-Bestand im Haus

Mit dem Projekt hat De Leest nicht nur konventionelle Profile, PCs, Fresnels und PAR-Scheinwerfer ersetzt. Es sind zugleich die ersten Moving Lights, die im Haus dauerhaft verfügbar sind. Für das Theater bedeutet das einen deutlichen Technologiesprung und eine langfristig ausgerichtete Investition in mehr Flexibilität für sehr unterschiedliche Produktionsformen.

Planungen begannen bereits 2019

Die ersten Überlegungen zur Einführung von LED-Technik starteten bereits 2019. In den Prozess flossen auch Anregungen der leitenden Lichttechniker Peter Visser und Raymond Eckhardt ein. Ziel war es, die Beleuchtung zu modernisieren und zugleich Fördermöglichkeiten für energieeffizientere Technik zu nutzen.

Während der Pandemie wurde das Vorhaben vorübergehend ausgebremst. Danach nahm das Projekt wieder Fahrt auf. Besonders gefragt waren multispektrale Lichtquellen, weil sie durch additive Farbmischung präzise und hochwertige Farbergebnisse ermöglichen.

Die Crew des Theater de Leest (Foto: © Louise Stickland)

Anforderungen an Farbqualität, Lautstärke und Dimmverhalten

Neben der Farbwiedergabe spielten weitere Kriterien eine zentrale Rolle. Das Team suchte Leuchten mit geringer Geräuschentwicklung, hoher Lichtleistung und stufenlosem Dimmverhalten. Diese Anforderungen erfüllte die ROBE-Lösung nach Einschätzung des Hauses in vollem Umfang.

Besonders aufwendig war die Arbeit an der Farbkalibrierung. Peter Visser glich die Lee-Filter-Farbpalette mit den exakten Werten der ROBE-LED-Module ab. Als Referenz diente eine 1000-Watt-PAR-Lampe. Die Ergebnisse wurden mit einem Spektrometer gemessen, in die Konsole übertragen und dort gespeichert.

Diese Vorarbeit schafft für das Theater eine belastbare Grundlage, um auch skeptischen Lichtdesignern und Produktionsfirmen reproduzierbare Farben und konsistente Ergebnisse zu zeigen.

Umstieg auf LED als technischer Entwicklungsschritt

Der Wechsel von konventioneller Beleuchtung auf LED bedeutete auch organisatorisch und technisch eine Lernphase für das Team. De Leest beschreibt diesen Übergang als anspruchsvoll, aber klar positiv. Die neuen Möglichkeiten in der täglichen Arbeit und die Qualität der Ergebnisse prägen inzwischen den Beleuchtungsalltag bei unterschiedlichsten Formaten.

Vertrauen in Hersteller und Partner

Für Investitionen in dieser Größenordnung spielte neben der Technik auch das Zusammenspiel mit Partnern vor Ort eine wichtige Rolle. Das Technikteam von De Leest umfasst sechs Mitarbeitende für alle technischen Gewerke plus den technischen Leiter. Mit Controllux bestand bereits vor dem Projekt eine vertraute Zusammenarbeit.

Das Projekt wurde dort von Maikel Sakkers koordiniert. Er übernahm auch Logistik und Abwicklung, damit die Ausschreibung fristgerecht umgesetzt werden konnte.

Ein weiterer Baustein der Modernisierung war die Installation eines vollständigen Glasfaser-Steuerungsnetzwerks durch DRM-Showtechniek aus dem nahegelegenen Raamsdonksveer. Die Bühnenbeleuchtung arbeitet jetzt über sACN.

Modernisierung innen und außen

Parallel zur technischen Erneuerung im Haus wurde auch das Umfeld von De Leest umgestaltet. Der bisher funktionale Betonplatz vor dem Theater wich einer grüneren, gartenähnlichen Gestaltung. Damit startet das Haus nicht nur mit modernisierter Lichttechnik, sondern auch mit einem aufgewerteten Umfeld in die Winter- und Frühjahrssaison.