Beim Nameless Winter Festival 2026 nahe dem Comer See setzten Lichtdesigner Nico Berna und Simone Tassan Din auf ein kreisförmig geprägtes Bühnen- und Lichtdesign. Für die Umsetzung kamen 146 LED-Scheinwerfer von CHAUVET Professional zum Einsatz. Das Rig wurde von Za Light bereitgestellt und von Milano Show Rent betreut.
Kreisform als gestalterisches Leitmotiv
Berna und Din entschieden sich, den Kreis als dominierende geometrische Form in das Lichtdesign des Hip-Hop-Festivals zu integrieren. Die Form prägte die zentrale Traversenkonstruktion und wurde durch das Fixture-Layout weiter herausgearbeitet.
Die Rahmenbedingungen waren durch die Größe des Zeltes und fehlende Rigging-Möglichkeiten begrenzt. Entsprechend entstand ein Setup, das die vorhandene Struktur effizient nutzte und gleichzeitig klare visuelle Konturen erzeugte.
Nico Berna: „Die einzigen Einschränkungen, mit denen wir konfrontiert waren, waren die Größe des Zeltes und die Unmöglichkeit, Rigging zu verwenden. Simone und ich dachten fast sofort an ein Setup, das vollständig aus CHAUVET Professional-Produkten bestand, um dieses Design zu ergänzen.“
Rogue R3 Beam für Kreisstruktur und Bühne
Zum Rig gehörten 41 Rogue R3 Beam Moving Heads. Davon wurden 19 an der kreisförmigen Traversenkonstruktion montiert, acht auf dem Boden hinter der Bühne positioniert und 14 an der Traversenkonstruktion über der LED-Wand aufgehängt.
Das geringe Gewicht des Geräts spielte bei der Auswahl eine Rolle. Ebenso wichtig waren Lichtleistung und Prismenfunktionen für Indoor-Anwendungen.
Nico Berna: „Wir haben uns für den R3 wegen seiner Helligkeit – über 200.000 Lux bei 15 Metern – und seiner wunderschönen Prismen entschieden. Kurz gesagt, der R3 erwies sich als das perfekte Produkt, weshalb wir ihn immer für Innenanwendungen wählen.“
Color STRIKE M für Strobe, Wash und Publikumslicht
Für dynamische Akzente während des zweitägigen Festivals nutzte das Team 54 motorisierte Color STRIKE M Strobe-Wash-Scheinwerfer. 26 Geräte wurden links und rechts auf seitlichen Traversen in rund vier Metern Höhe montiert, um das Publikum in die Show einzubeziehen. Weitere 28 Color STRIKE M befanden sich auf der Bühne, installiert zu beiden Seiten der LED-Wand.
Die Geräte wurden häufig zur Einbindung der technischen Struktur genutzt, etwa durch Beleuchtung der dahinterliegenden Traversen und durch Strobe-Effekte.
Nico Berna: „Wir setzen den Color STRIKE M wirklich in jedem Projekt ein. Wir haben ihn immer im erweiterten Modus mit 97 Kanälen betrieben. Das liegt daran, dass wir unsere eigene Reihe von Effekten entwickelt haben, die alle seine Fähigkeiten ausschöpfen, sogar bei Pixel-Mapping-Anwendungen. Wir beleuchten gerne das Publikum und machen es so zu einem Teil des Bühnenbilds. Deshalb haben wir diese beiden seitlichen Abschnitte links und rechts geschaffen und 26 STRIKE Ms auf den Traversen in einer relativ geringen Höhe von etwa vier Metern montiert, hauptsächlich, um das Publikum in die Show einzubeziehen. Die anderen 28 befanden sich auf der Bühne, installiert zu beiden Seiten der LED-Wand. Sie sind in das Bühnenbild integriert, und wir haben sie häufig eingesetzt, manchmal, um die dahinter liegenden Traversen zu beleuchten – denn in solchen Situationen betonen wir gerne die technischen Elemente des Aufbaus – und dann viel Stroboskoplicht.“
Farbpalette für Hip-Hop-Showdesign
Der Color STRIKE M unterstützte auch die Farbgestaltung der Shows. Berna nutzte vor allem Rot, Grün, Blau sowie Akzente in Lila und Amber. Diese Farbbasis passte zum visuellen Stil des Festivals und zum musikalischen Genre.
Nico Berna: „Wir haben in unserem Design viel Rot verwendet – und die Rottöne des STRIKE M sind wirklich wunderschön. Dann viel Grün, Blau und ein Hauch von Lila und Bernstein, im Grunde unsere fünf Grundfarben, die wir in diesem Musikgenre verwenden. Ich muss sagen, dass der Strike M in Sachen Farben phänomenal ist, von den sanftesten Tönen bis hin zu den gesättigtsten, und das immer mit einer großartigen kolorimetrischen Gleichmäßigkeit zwischen allen Geräten.“
COLORado PXL Bar 16 als bewegliche Kontur
Ergänzend kamen 51 motorisierte COLORado PXL Bar 16 zum Einsatz. 27 Einheiten wurden rund um den Traversenring schräg über der Bühne installiert. Weitere 16 Lichtleisten bildeten einen Halbkreis um die DJ-Kabine, acht Geräte befanden sich am Fuß der LED-Videowand.
Die PXL Bar 16 hoben die Kreisform im Bühnenbild hervor und sorgten für zusätzliche Bewegung und Tiefe.
Nico Berna: „Die Bars rund um den Kreis zu installieren, schien sofort die richtige Idee zu sein, da sie eine sehr präsente und dynamische Kontur schufen, die die Struktur am besten hervorhob – und es funktionierte hervorragend. Die PXL Bar 16 verfügen über hervorragende Makros, aber in diesem Fall zogen wir es vor, diese selbst in unserer Show-Datei zu erstellen. Wir hatten zum Beispiel Echtzeit-Effekte zum Starten und Beenden des Zooms, um von einem sehr fokussierten Lichtstrahl zu einem breiten Zoom zu wechseln, der etwas ‚unsauberer‘ war. Ich muss sagen, das hat sehr gut funktioniert.“
Zusammenarbeit im Produktionsteam
Gemeinsam mit VJ Gianluca Mognoni und PM Riccio Colucci entwickelten Nico Berna und Simone Tassan Din ein Lichtdesign, das die kreisförmige Geometrie des Setups konsequent aufgriff. Die Kombination aus Rogue R3 Beam, Color STRIKE M und COLORado PXL Bar 16 ermöglichte unterschiedliche Ebenen aus Beam, Strobe, Wash, Pixel-Mapping und Publikumslicht.