Das Burgtheater Wien setzt seine Fassade an der Wiener Ringstraße mit einem Lichtkonzept neu in Szene. Im Fokus steht eine zurückhaltende Grundbeleuchtung, die architektonische Details sichtbar macht und bei Anlässen für farbige Akzente geöffnet wird.
Grundlicht mit 4500 Kelvin und klare Fassadenwirkung
Kern der Gestaltung ist eine neutralweiße Grundbeleuchtung mit rund 4.500 Kelvin. Sie betont Gesimse, Säulen und Ornamente präzise, ohne die Architektur optisch zu überlagern.
Farblooks als Erweiterung des Theaterabends
Für Premieren und besondere Termine wird die Grundstimmung bewusst verlassen. Dann tauchen farbige Szenen die Fassade in kräftige Akzente, die sich an Inszenierungen orientieren können. Ein Beispiel ist die Premiere von „Nosferatu“, bei der ein intensives Rot die dramatische Stimmung bereits im Außenraum aufgreift.
Geplanter Helligkeitsverlauf für mehr Plastizität
Ein wesentliches Gestaltungsmittel ist ein Helligkeitsverlauf über die Fassadenbreite. Die Anstrahlung bleibt an den äußeren Bereichen zurückhaltender und steigert sich zur Mitte hin. Dadurch entsteht mehr Tiefenwirkung, die die Baukörperstruktur stärker herausarbeitet.
SGM P 6 und P 3 mit Integration in ETC Eos
Zum Einsatz kommen SGM P-6 und SGM P-3 LED Leuchten. Für die homogene Ausleuchtung werden passende Streufilter genutzt.
Die Einbindung erfolgt in das vorhandene ETC Eos Lichtsteuerungssystem. Wetterfest ausgelegte Komponenten unterstützen den dauerhaften Outdoor Betrieb.
Die Planung und Umsetzung erfolgte mit Preworks. Ziel war eine Lösung, die die architektonische Präsenz stärkt und zugleich flexibel auf den künstlerischen Alltag eines Theaterbetriebs reagiert.