Bei neun Shows im New Yorker Madison Square Garden setzte Bon Jovi im Juli auf ein von Doug “Spike” Brant und Nimblist entwickeltes Produktionsdesign. Eine zentrale Rolle im Lichtkonzept spielten Color STRIKE M von CHAUVET Professional, die von 4Wall Entertainment bereitgestellt wurden.
Visueller Ausgangspunkt der Show war JBJ’s, Jon Bon Jovis Bar, Restaurant und Live-Musik-Location in Nashville. Diese Atmosphäre sollte auf den Madison Square Garden übertragen werden und der Arena trotz ihrer Größe einen intimeren Charakter verleihen.
„JBJ’s war die zentrale visuelle Identität, auf der die Show aufbaute“, erklärt Spike Brant, Kreativdirektor bei Nimblist. „Von dem Moment an, in dem man die Arena betritt, ist es Happy Hour im JBJ’s.“
Zum Kreativteam gehörten unter anderem Lichtdesigner und Programmierer Felix Peralta, Videoregisseur Tony Bongiovi, Screens-Produzent Grant McDonald, Videoprogrammierer Hayden Katz und Content Creative Director Linda Strawberry.
Bewegliche Pods als zentrales Designelement
Das Design konzentrierte sich auf eine fast 16 Meter breite Bühne mit Stufen und Podesten, einer großen Videofläche sowie vier maßgefertigten quadratischen Pods mit einer Kantenlänge von jeweils acht Fuß. Die von 4Wall Entertainment gebauten und über das Tait Navigational System automatisierten Elemente bildeten das zentrale Bewegungselement der Produktion.
„Wir haben sie als Blickfang, als Blinder und für vieles mehr genutzt“, sagt Brant. „Sie verliehen uns einen nostalgischen Retro-Look mit modernem Touch.“
Jeder der vier Pods war mit 18 Color STRIKE M ausgestattet, die in sechs Reihen mit jeweils drei Geräten angeordnet waren. Damit kamen allein in den Pods 72 Geräte zum Einsatz. Weitere Color STRIKE M befanden sich auf zwei vertikalen Türmen sowie vier Traversen im Zuschauerbereich.
Bon Jovi im New Yorker Madison Square Garden (Foto: © Cherie Hansson)Color STRIKE M zwischen Strobe, Wash und Blinder
Die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Color STRIKE M waren ein wesentlicher Bestandteil des Lichtdesigns. Neben kraftvollen Strobe- und Wash-Looks nutzte das Team auch die Tilt-Funktion der Geräte innerhalb der beweglichen Pods.
„Dieses Gerät ist wie ein Schweizer Taschenmesser für einen Lichtdesigner“, sagt Felix Peralta, Lichtdesigner und Programmierer. „Wir konnten manchmal sehr feinfühlig vorgehen und bei Bedarf auch kraftvoll sein.“
Dabei sollten die Pods bewusst nicht identisch wirken. Durch unterschiedliche Neigungswinkel der Color STRIKE M entstanden individuelle geometrische Lichtbilder und wechselnde Strukturen.
Eine weitere Aufgabe übernahmen die Geräte als Publikumslicht. Gerade bei Bon Jovi spielte die Interaktion zwischen Band und Fans eine wichtige Rolle im visuellen Konzept.
„Die Publikumsbeleuchtung bei einer Bon-Jovi-Show ist immer Teil des Erlebnisses“, erklärt Peralta. „Die Fans singen fast die ganze Zeit mit und sind durchgehend mit Jon und der Band im Dialog.“
Licht und Video gemeinsam entwickelt
Bereits im Dezember begann das Team mit der Vorvisualisierung der Produktion. Licht und Video wurden eng aufeinander abgestimmt, wobei das Videodesign stark mit Live-Kamerabildern und gezielt produzierten Inhalten arbeitete.
Auch die vorhandene Beleuchtung des Madison Square Garden wurde in das Konzept integriert. Ziel war es, das Publikum optisch zu einem Bestandteil der Show zu machen und insbesondere die großen Mitsing-Momente der Bon-Jovi-Konzerte hervorzuheben.
Damit verband das Design die Atmosphäre des Nashville-Lokals JBJ’s mit der Dimension einer Arena-Produktion. Die beweglichen Pods und die Color STRIKE M bildeten dabei eines der zentralen Werkzeuge, um zwischen intimen Bildern, Retro-Ästhetik und großformatigen Arena-Looks zu wechseln.