Die Bregenzer Festspiele modernisieren ihre technische Infrastruktur für die Open-Air-Opernproduktionen auf der Seebühne und bauen dabei den Einsatz von Intercom- und Medienverteilungssystemen von Riedel Communications deutlich aus. Bolero, Artist und MediorNet bilden das Rückgrat der gewerkeübergreifenden Kommunikation und Videodistribution und tragen zu einem immersiven Klangerlebnis für bis zu 6.700 Zuschauer bei.
Erweiterte Infrastruktur auf der Seebühne
Die weltbekannten Seebühnenproduktionen der Bregenzer Festspiele verfolgen das Ziel, die Akustik eines Opernhauses in einer Außenumgebung so präzise wie möglich abzubilden. Für die aktuelle Inszenierung von Carl Maria von Webers „Freischütz“ setzt die Tonabteilung 400 Lautsprecher und 24 Subwoofer ein, unterstützt von modernen Mischpulten und direktionalen Audiosystemen für präzise Klanglokalisierung und immersive Effekte.
Parallel wurde die Kommunikations- und Videoinfrastruktur umfassend ausgebaut. Das Festival nutzt ein drahtloses Bolero Intercom, ein Artist Matrix-Intercom-System sowie ein MediorNet Echtzeit-Mediennetzwerk, um alle Gewerke von Licht und Ton über Bühnenmanagement bis zur Requisite zu verbinden.
Clemens Wannemacher, Leiter der Tonabteilung der Bregenzer Festspiele: „Riedels Technologie ist für unsere Produktionen essenziell geworden. Jede Abteilung, von der Beleuchtung über das Bühnenmanagement bis hin zur Requisite, vertraut auf Boleros klare und zuverlässige Kommunikation. Das Artist-System gibt uns die nötige Flexibilität, um komplexe Routings über mehrere Teams hinweg zu koordinieren und MediorNet hat unsere gesamte Videodistribution revolutioniert. Es geht nicht nur um die reine Übertragung von Signalen – es geht darum, eine nahtlose Verbindung zwischen dem Dirigenten und den Darstellern herzustellen, parallele Proben zu ermöglichen und auf die dynamische Natur der Live-Produktion zu reagieren. Mit diesen Tools konnten wir die Grenzen des Machbaren auf der Seebühne erweitern.”
Bolero, Artist und MediorNet im Zusammenspiel
Die von der internen Tonabteilung betreute Installation umfasst mehr als sechzig Bolero Beltpacks, über zwanzig Antennen, fünf Artist-Frames mit 1024, 128, 64 und zwei 32 Ports sowie ein umfassendes MediorNet System für die Videoverteilung.
Das Artist Intercom stellt flexible IP-basierte Kommunikation zur Verfügung und bildet die zentrale Schaltstelle für komplexe Routing-Strukturen über alle Abteilungen. Bolero bietet den beteiligten Teams ein drahtloses, robustes Kommunikationswerkzeug mit klarer Sprachübertragung und hoher Reichweite auf dem gesamten Gelände.
Head of Sound Clemens WannemacherMediorNet übernimmt die Echtzeit-Videoverteilung, inklusive visueller Verbindungen zwischen Dirigent und Darstellenden sowie dynamischer Multiview-Konfigurationen. Dadurch können parallele Proben, Umbauten und Live-Abläufe besser koordiniert und die künstlerischen Anforderungen der Produktionen präzise umgesetzt werden. Das Festival plant, die Riedel-Infrastruktur weiter auszubauen, um künftige, noch komplexere Produktionen und zusätzliche Spielstätten unterstützen zu können.
Systemintegration durch PKE
Als Systemintegrator war PKE maßgeblich an der Implementierung der Medien- und Kommunikationslösungen beteiligt. Das Unternehmen integrierte die Riedel Technologien in das Bühnenmanagementsystem der Festspiele, das ebenfalls von PKE geliefert und installiert wurde.
Die Interoperabilität von Bolero, Artist und MediorNet mit dem bestehenden System ermöglicht eine durchgängige Steuerung und Überwachung der Kommunikations- und Signalwege über alle Gewerke hinweg. So werden sowohl die betrieblichen Abläufe als auch die künstlerischen Prozesse effizient unterstützt.
Christoph Thalinger, Sales Manager Österreich bei Riedel Communications: „Die Bregenzer Festspiele stehen für höchste technische und künstlerische Exzellenz im Live-Entertainment. Wir sind stolz darauf, dass unsere Technologien eine so zentrale Rolle bei der Umsetzung der kreativen Vision der Festspiele einnehmen. Die Integration von Bolero, Artist und MediorNet verbessert die betriebliche Effizienz und ermöglicht es dem Festspiele-Team, dem Publikum atemberaubende Erlebnisse zu bieten. Sie verdeutlicht, welchen Unterschied skalierbare, interoperable Systeme in hochkomplexen Produktionsumgebungen bewirken können.“
Ausblick auf kommende Produktionen
Mit dem erweiterten Einsatz der Riedel Systeme schafft das Festival eine skalierbare Basis für künftige Produktionen auf der Seebühne und in weiteren Spielstätten. Die Kombination aus großflächigem Lautsprechersystem, direktionaler Beschallung, IP-basierter Kommunikation und Echtzeit-Videoverteilung bildet die Grundlage, um die künstlerischen Ideen der Teams auch in technisch anspruchsvollen Szenarien zuverlässig umzusetzen.