Der Studio Club in Torremolinos ist nach seinem Umbau als Club mit zwei klar unterschiedlichen Klangkonzepten aufgestellt. Im Main Room steht ein druckvolles, festivalähnliches System im Mittelpunkt, während der Gallery Room auf Nähe, Präzision und eine eher Hi-Fi-orientierte Hörumgebung ausgelegt ist. Für beide Räume fiel die Wahl auf ein System der A-Serie von L-Acoustics, geplant und umgesetzt von Levels AV.
Zwei Räume, zwei Konzepte, ein Qualitätsanspruch
Der Studio Club befindet sich in dem Gebäude des früheren Palladium, eines Nachtclubs, der in den 1990er Jahren das Nachtleben an der Costa del Sol prägte. Unter neuer Leitung wurde der Veranstaltungsort vollständig neu konzipiert.
Heute positioniert sich der Club als Musik und Kunstclub mit zwei Räumen. Der Main Room bietet Platz für 1.500 Personen und soll die Energie eines Festivalsystems in einen festen Veranstaltungsort übertragen. Der Gallery Room mit 800 Personen Kapazität verfolgt den gegenteiligen Ansatz und setzt auf eine fokussierte, intime Hörumgebung mit DJ-Kabine auf Publikumsniveau.
Für die Umsetzung dieser unterschiedlichen Anforderungen waren die L-Acoustics A-Serie und die Planung von Levels AV entscheidend.
Adil Jaabak, verantwortlich für Abstimmung und Inbetriebnahme bei Levels AV: „Die Eigentümer wussten bereits genau, was sie von dem System erwarteten. Sie hatten zuvor bereits mit hochwertigen Soundsystemen gearbeitet und waren sich daher von Anfang an sicher, dass L-Acoustics ihnen den gewünschten Klangcharakter und die Konsistenz in beiden Räumen bieten würde.“
Main Room mit Festivalcharakter
Die Verbindung zwischen Club und Integrator entstand über frühere Projekte auf Ibiza. Daniel Ball, Eigentümer und CTO von Levels AV, arbeitete bereits zuvor mit einem der Eigentümer des Studio Club zusammen. Levels AV übernahm die komplette Systemplanung, Installation und Endkalibrierung. Zunächst wurde der Main Room umgesetzt, der Gallery Room folgte später.
A15 und KS28 für Druck und Headroom
Für den Main Room war das Ziel klar definiert: Das physische Erlebnis einer Open-Air-Veranstaltung sollte in einen kontrollierten Clubraum übertragen werden. Der Raum weist Deckenhöhen von mehr als sechs Metern, große reflektierende Flächen und mehrere architektonisch zurückgesetzte Bereiche auf. Entsprechend waren detaillierte Planung und wiederholte Nachkalibrierungen vor Ort notwendig.
Adil Jaabak: „Im Hauptraum sollte das Publikum die Energie spüren, die man normalerweise mit einer Open-Air-Veranstaltung verbindet. Es musste sich groß anfühlen, mit genügend Headroom und Tieftonleistung, um diese Atmosphäre zu schaffen und gleichzeitig alles unter Kontrolle zu halten.“
Das Hauptsystem besteht aus drei A15 pro Seite. Auf der rechten Seite ergänzen zwei weitere A15 als Outfill das Setup. Die Delay-Abdeckung übernehmen zwei A15 pro Seite, unterstützt von zwei A10 pro Seite im Outfill.
Am DJ-Pult sorgen zwei X12 auf einem Schienensystem für die BeschallungSechs KS28 sind unterhalb der DJ-Kabine an der Vorderkante der Tanzfläche installiert. Darüber sind zwei Kara II als Front-Fills positioniert. Für den Balkon kommen zwei X12 zum Einsatz. Weitere X12 und X8 sind links, rechts und mittig verteilt, um auch im oberen Bereich eine gleichmäßige Abdeckung zu gewährleisten.
An der DJ-Position arbeiten zwei X12 auf einem Schienensystem, ausgelegt für einen oder zwei Künstler. Pro Seite ergänzt ein SB18 die Tieftonwiedergabe. Die VIP- und Backstage-Zonen werden von jeweils zwei X8 pro Seite versorgt. Angetrieben wird das System von drei LA12X und fünf LA4X.
Gallery Room mit Fokus auf Präzision und Nähe
Der Gallery Room ist als Raum für die Verbindung von Musik und Kunst konzipiert. Urbane Künstler und Musikproduzenten arbeiten hier zusammen, die DJ-Position ist auf Augenhöhe mit dem Publikum angeordnet. Daraus ergaben sich andere akustische Anforderungen als im Main Room.
Während der große Raum auf physische Wirkung zielt, steht im Gallery Room ein präziser, einhüllender Klang im Vordergrund. Aufgrund der langen und schmalen Raumproportionen war zunächst eine gezielte akustische Behandlung erforderlich. Erst danach konnte Levels AV die finale Abstimmung des Systems vornehmen.
Adil Jaabak: „Dieser Raum musste sich viel persönlicher anfühlen. Die Idee war eher dem Hi-Fi-Hören nachempfunden, bei dem sich das Publikum direkt mit dem DJ verbunden fühlt.“
A15, A10 und KS21 im kompakten Setup
Das Hauptsystem im Gallery Room kombiniert zwei A15 pro Seite, jeweils ein Focus- und ein Wide-Gehäuse, mit zwei SB15m pro Seite hinter den Haupt-Hangs. Zwei A10 pro Seite übernehmen die Delay-Abdeckung.
Unter der DJ-Kabine arbeiten vier KS21 für die Tieftonwiedergabe. Das DJ-Monitoring entspricht grundsätzlich dem Ansatz im Main Room und besteht aus zwei X12 auf einem Schienenmontagesystem sowie zwei SB18, jeweils einem pro Seite. Die Verstärkung erfolgt über fünf LA4X.
Positive Resonanz von Künstlern und Publikum
Seit der Inbetriebnahme begrüßt der Studio Club jedes Wochenende internationale Acts der elektronischen Musikszene. Das Beschallungssystem ist dabei ein wesentlicher Bestandteil des Clubkonzepts geworden.
Adil Jaabak: „Die Reaktion kam sofort. Die Künstler bemerken die Kontrolle und Konsistenz sofort, und die Resonanz des Publikums war in beiden Räumen sehr stark. Das zeigt, dass das System genau das tut, was es soll. Für einen Club wie diesen braucht jeder Raum seine eigene Identität, während gleichzeitig das gleiche Vertrauen in den Klang vermittelt wird. Jetzt fühlen sich beide Räume vollständig an.“