Die Clubs Im Wizemann in Stuttgart und Grosse Freiheit 36 in Hamburg setzen auf dLive Systeme von Allen & Heath. Beide Venues verbinden traditionsreiche Live-Kultur mit heutigen Anforderungen an flexible, riderfähige und schnell bedienbare Audiotechnik.
Grosse Freiheit 36: Clubgeschichte von Beatles bis Jinjer
Die Grosse Freiheit 36 in Hamburg gehört seit Jahrzehnten zur Kulturszene der Stadt. Bekannt wurde der Club früh auch durch den Kaiserkeller, in dem einst eine noch unbekannte Band namens The Beatles regelmäßig vor Publikum spielte. Heute steht die Location weiterhin für ein breites Live-Programm und unterschiedliche Produktionsanforderungen.
Der haustechnische Leiter der Grossen Freiheit 36, Jan Rosenbauer, ist selbst mit namhaften Bands auf Tour und kennt die Anforderungen externer Produktionen aus der Praxis.
Jan Rosenbauer: „Da kriegt man große Augen, wer da schon alles auf der Bühne stand.“
Im Wizemann: Moderne Venue mit historischem Umfeld
Das Im Wizemann in Stuttgart steht in der Tradition des früheren Zapata, das bis 2013 an diesem Standort angesiedelt war. Der heutige Club bietet drei unterschiedlich große Räume für verschiedene Veranstaltungsformate. Nightliner-Parkplatz, kurze Ladewege und professionelle technische Ausstattung schaffen Rahmenbedingungen, die in dieser Kombination in der Umgebung selten sind.
Für Tontechniker Florian Seeg liegt der besondere Reiz des Im Wizemann in der Mischung sehr unterschiedlicher Veranstaltungen, die parallel stattfinden können.
Florian Seeg: „Das hat einfach einen gewissen Charme, wenn drei Konzerte parallel laufen und im Backstage-Bereich jemand von einer türkischen Pop-Band an einer Gothic-Metal-Band in vollem Ornat vorbeiläuft, und im dritten Raum gibt ein Singer-Songwriter sich die Ehre. Da kommen ganz verschiedene Kulturen zusammen.“
Anforderungen im modernen Clubbetrieb
Obwohl sich die Grosse Freiheit 36 und das Im Wizemann in Größe, Geschichte und Raumkonzept unterscheiden, überschneiden sich die technischen Anforderungen deutlich. Beide Clubs arbeiten regelmäßig mit Gasttechnikern am FOH, die sich schnell auf der vorhandenen Mischpultumgebung orientieren müssen. Gefragt sind kompakte, flexible und riderfähige Systeme.
Im Wizemann spielte zusätzlich die Kompatibilität zwischen den Räumen eine zentrale Rolle, damit Pulte und Systeme je nach Produktion flexibel eingesetzt werden können. Unterstützung kam hier vom Veranstaltungstechnik-Spezialisten Mad Music, dessen Team aus eigener Erfahrung auf Allen & Heath setzt.
In der Grossen Freiheit 36 brachte Jan Rosenbauer seine Tour-Erfahrung mit Allen & Heathein und wollte die Systeme gezielt in den Club integrieren.
dLive Systeme für flexible Installationen
Die dLive-Serie von Allen & Heath basiert auf einer Struktur aus MixRack und Surface. Dadurch lassen sich Installationen flexibel an unterschiedliche Räume und Produktionsgrößen anpassen.
Im Wizemann können die S5000, S3000 und C1500 zwischen den verschiedenen Räumen getauscht werden, wenn eine Produktion dies erfordert. In der Grosse Freiheit 36 kommt der Clubbetrieb von den kompakten Abmessungen der C2500 am FOH-Platz. Die integrierte Ausstattung reduziert zusätzlichen Outboard-Bedarf und hält die Arbeitsplätze übersichtlich.
Für beide Venues ist die Bedienfreundlichkeit ein entscheidender Faktor, weil externe FOH-Engineers häufig nur kurze Einrichtungszeiten haben.
Jan Rosenbauer: „Jeder, der schon mal gemischt hat, kommt schnell auf dem System klar. Die Leute können innerhalb von einer halben Stunde ihre eigenen Layer zusammenbauen und verstehen, wie das System funktioniert.“
Auch im Im Wizemann wurde die Umstellung schnell Teil des täglichen Workflows.
Florian Seeg: „Die Umstellung ist erst drei Monate her, aber es fühlt sich schon viel länger an. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich da zuhause fühlt.“
Positive Resonanz von Haustechnik und Gastproduktionen
In beiden Clubs wurden die neuen Systeme gut angenommen. In der Grosse Freiheit 36 zeigt sich die Haustechnik zufrieden, während externe Produktionen ohne größere Umstellung mit den dLive Systemen arbeiten konnten.
Jan Rosenbauer: „Die Haustechnik ist sehr zufrieden, sogar begeistert“, berichtet Jan Rosenbauer, „und auch die Fremdproduktionen haben das System problemlos angenommen.“
Im Im Wizemann bestätigen sich die Vorteile besonders in der Ausstattung der kleineren Räume. Frühere Bedenken zur Riderfähigkeit der Systeme haben sich nicht bestätigt.
Florian Seeg: „Wir fühlen uns sehr, sehr glücklich, schon im kleinsten Raum diese Power zu haben“, schwärmt Florian Seeg. „Das ist für uns schon auch ein Luxus. Da gab es einfach noch gar keine Probleme. In der Hälfte der Technical Rider steht inzwischen sogar Allen & Heath ganz oben mit drin.“