KSCAPE und K-array im Kornhaus Kempten

Kornhaus Kempten

Im historischen Kornhaus Kempten wurde ein anspruchsvolles Sanierungsprojekt umgesetzt, das moderne Licht- und Tontechnik mit denkmalgeschützter Architektur vereint. Das integrierte System KSCAPE RAIL steht dabei im Zentrum des linearen Lichtdesigns und schafft eine Verbindung zwischen zeitloser Ästhetik und innovativer Funktionalität.

Historisches Gebäude mit neuer technischer Identität

Das Kornhaus, dessen Ursprünge bis etwa 1700 zurückreichen, wurde über sechs Etagen vollständig renoviert und zu einem modernen Kultur- und Eventzentrum umgestaltet. Ziel war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße Technik zu integrieren.

In Zusammenarbeit mit Zeiler Technik, Medialantic, Musik Lenz und ABT Elektroplanung entstand ein durchdachtes Konzept, das sowohl architektonische als auch akustische Anforderungen erfüllt. Ulf Klüpfel, ABT Elektroplanung: „Die Stadt Kempten wollte, dass das Kornhaus technisch auf dem neuesten Stand ist, dabei jedoch optisch seiner Geschichte treu bleibt. Wir haben nach Licht- und Tonlösungen gesucht, die in diesem Kontext funktionieren würden.“

Kombination aus Licht und Ton im architektonischen Einklang

Der Architekt plante eine durchgehende Lichtachse, die die Symmetrie der Gewölbe betont und den Raum strukturiert. Um diese Vision zu realisieren, wurde KSCAPE RAIL gewählt – ein modulares 48V-System, das lineares Licht mit integrierter Audiofunktion verbindet.

Ulf Klüpfel ergänzt: „Ein kombiniertes Licht- und Audiosystem, unauffällig und linear, das sich nahtlos in die Architektur und das Interior Design einfügt.“ Nach Tests entschied sich das Projektteam für den umfassenden Einsatz des Systems im Erdgeschoss.

Kornhaus Kempten

Technische Präzision und architektonische Harmonie

Insgesamt wurden 138 RAIL-Module installiert, etwa die Hälfte davon mit Audiofunktion. Die Elemente erzeugen durchgehende Lichtlinien, während die Audioeinheiten eine gleichmäßige Beschallung gewährleisten. Über der Bar und in der Ausstellungszone integrierte Schienensysteme ermöglichen zusätzlich die Montage von KSCAPE Projektor-Spotlights, die gezielt Kunstwerke ausleuchten.

Das System ist über DALI steuerbar und in die KNX-Gebäudeautomation eingebunden, sodass verschiedene Szenarien einfach konfiguriert werden können. KSCAPE entwickelte gemeinsam mit dem Projektteam die 48V-Variante, um die hohen Anforderungen an Leistung und Leitungslänge bei minimaler Verkabelung zu erfüllen.

Klangdesign mit K-array-Systemen

Für das akustische Konzept kamen K-array-Produkte zum Einsatz. Sieben Rumble KU210 Subwoofer unterstützen die Audio-RAILs im Erdgeschoss. Im Kleinen Kornhaussaal arbeitet eine Vierpunkt-Konfiguration aus K-array Kobra KK102 Lautsprechern, ergänzt durch unauffällig integrierte Subwoofer.

Im großen Foyer sorgen vier K-array Kobra KK52 und KGEAR GC8S Decken-Subwoofer für gleichmäßige Klangverteilung. Auch das nördliche Foyer des kleinen Saals erhielt eine Kombination aus KK52 und Rumble KU44 Einheiten.

Flexibles System für vielfältige Nutzung

Das Ergebnis ist ein kombinierter Audio- und Lichtaufbau, der je nach Veranstaltungssituation flexibel gesteuert werden kann. Die RGBW-Beleuchtung betont die historischen Strukturen, während gerichtete Spots und dezente Klangquellen eine stimmige Atmosphäre erzeugen.

Ulf Klüpfel fasst zusammen: „Was wir erreicht haben, ist technisch komplex, aber die Erfahrung ist einfach und intuitiv. Alles ist vorab konfiguriert, flexibel und zuverlässig.“