Kirche am Widey setzt nach der Flut auf CODA Audio

Kirche am Widey

Die Kirche am Widey in Hagen hat nach den Flutschäden von 2021 eine neue Beschallung bekommen. Planung und Installation übernahm Ton & Technik Scheffe aus Nümbrecht, das Unternehmen kümmerte sich auch um die Raumakustik. Zum Einsatz kommen Systeme von CODA Audio: Arrayable Point Sources der N-APS-Serie, HOPS8i, D5-Cube, N-SUB und G15-SUB, angetrieben von LINUS6.4i-Verstärkern. Im Mittelpunkt stand die Sprachverständlichkeit, daneben musste das System Chor, Orgel und Band abdecken.

Wiederaufbau nach dem Hochwasser

Die Flut im Sommer 2021 traf nicht nur das Ahrtal schwer, sondern richtete auch in Hagen große Schäden an. Betroffen war unter anderem die Kirche am Widey der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Hagen. Große Teile des Gemeindehauses standen unter Wasser und mussten umfassend saniert werden. Im Zuge des Wiederaufbaus wurde die Beschallung komplett neu geplant.

Matthias Scheffe, Geschäftsführer von Ton & Technik Scheffe, beschreibt das Ausmaß: „Der Gemeinderaum ist damals wirklich komplett abgesoffen. Decke, Wände und Boden mussten erneuert werden.“

Neben den baulichen und finanziellen Herausforderungen bot die Sanierung die Chance, Raumakustik und Beschallung von Grund auf neu zu denken.

Langer Nachhall, klare Prioritäten

Akustisch war vor allem der große Gemeindesaal anspruchsvoll. Im Verhältnis zur Grundfläche ist er sehr hoch, entsprechend lang war die Nachhallzeit. Scheffes Team erstellte deshalb Berechnungen und ein Konzept für die raumakustische Gestaltung.

Matthias Scheffe nennt die wichtigste Anforderung: „Das Wichtigste bei einem Gottesdienst ist das Verstehen von Sprache. Sprachverständlichkeit ist oberstes Gebot.“

Gleichzeitig muss die Anlage den musikalischen Anforderungen gerecht werden. Neben Chor und Orgel spielen in den Gottesdiensten regelmäßig Bands. Bedient wird das System von Ehrenamtlichen, nicht von professionellen Tontechnikern. Es musste deshalb zuverlässig und einfach zu handhaben sein.

Arrayable Point Source für den großen Saal

Bei der Systemwahl ging Scheffe vom Raum aus. Für eine klassische Punktschallquelle war der Saal zu groß, für ein Line Array zu klein.

Matthias Scheffe über die Entscheidung: „Ich habe erst einmal geschaut: Was braucht der Raum? Eine Point Source, ein Line Array oder eine Arrayable Point Source? Und dann blieb eigentlich nur CODA Audio als Hersteller übrig.“

Im großen Saal hängen vier N-APS 90 und zwei N-APS 120. Die ultrakompakten 2-Wege-Systeme haben jeweils zwei 6,5-Zoll-Neodym-Treiber und den Ring Diaphragm Curved Wave Driver (RDC) von CODA Audio. Damit verbinden sie die Flexibilität einer Punktschallquelle mit der Arrayfähigkeit eines Line Arrays. Die Dynamic Airflow Cooling-Technik (DAC) soll die Power Compression verringern und hohe Pegel ermöglichen. Zwei N-SUB übernehmen den Tiefton.

Ein HOPS8i dient als Center, vier D5-Cube sorgen als Frontfills für eine gleichmäßige Abdeckung. Für Verstärkung, DSP und Lautsprechermanagement setzt Scheffe unter anderem den netzwerkfähigen 4-Kanal-DSP-Verstärker LINUS6.4i ein, der für Festinstallationen ausgelegt ist.

Hagener Kirche am Widey

Kleiner Saal mit HOPS8i und G15-SUB

Im kleineren Saal arbeiten zwei HOPS8i zusammen mit einem kompakten G15-SUB mit 15-Zoll-Tieftöner. Angetrieben wird das System ebenfalls von einem LINUS6.4i.

Orchesterproben im Gottesdienstraum

Nach einigen Wochen Betrieb ist die Gemeinde zufrieden. Probleme, die früher etwa beim Chor, bei Bandauftritten oder durch Rückkopplungen bei der Sprachübertragung auftraten, lassen sich nach Scheffes Angaben heute deutlich leichter beherrschen.

Matthias Scheffe zieht Bilanz: „Die Verantwortlichen der Kirche sind total glücklich, so eine gute Beschallung hatten sie noch nie. Wir haben eine Raumakustik geschaffen, die genau auf die Bedürfnisse der Kirche zugeschnitten ist, für Sprache ebenso wie für Band, Chor, Orgel und klassische Konzerte.“

Auch außerhalb der Gemeinde fällt das auf: Das Philharmonische Orchester Hagen plant, den Saal künftig für Proben zu nutzen.

Die Systeme im Überblick

Großer Saal:

Kleiner Saal: