TENO beschallt AIRBEAT ONE erstmals mit JBL VTX A12

AIRBEAT ONE Festival 2026 auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe

Beim AIRBEAT ONE Festival 2026, das vom 8. bis 12. Juli auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe stattfand, hat TENO Veranstaltungstechnik zum ersten Mal Bühnen beschallt. Zuvor hatte das Unternehmen dort jahrelang nur die Backstage- und VIP-Bereiche betreut. In diesem Jahr liefen die beiden Bühnen The Face und Butterfly mit JBL Professional. Auf The Face besteht das System aus 24 JBL VTX A12, 24 VTX B28 Subwoofern und VTX A8 als Frontfill, angetrieben von 21 Crown I-Tech-Endstufen. Geplant hat TENO die Anlage mit JBLs Simulationssoftware Venue Synthesis, Unterstützung kam vom Vertrieb Audio Pro Elektroakustik.

Tammo Strack, Geschäftsführer von TENO Veranstaltungstechnik, erinnert sich an den Start: „Das war direkt richtig Volumen auf der Anlage. Der DJ kam danach an und meinte, er hatte Hühnerhaut, als er angefangen hat zu spielen. Das in Summe mit der Atmosphäre hier und mit allem, das war einfach geil.“

Volker Holtmeyer, Applikationsingenieur bei Audio Pro Elektroakustik, ordnet den Einsatz ein: „Wir sind hier auf dem AIRBEAT ONE Festival 2026. Hier gibt es jede Menge interessante Stages, die völlig unterschiedlich sind, und zwei davon sind mit JBL ausgestattet.“

Vom Backstage auf die Bühne

Seit drei bis vier Jahren ist TENO beim AIRBEAT ONE im Einsatz und stand dadurch in engem Kontakt mit dem Veranstalter. Als für 2026 eine neue Bühne geplant war, bot sich die Chance, dort auch die Technik zu übernehmen. Das passte zu den eigenen Plänen.

Tammo Strack erzählt, wie es dazu kam: „Der Veranstalter hat gesagt, er braucht noch Hilfe, es gibt eine neue Bühne und da wäre eine Option, dass wir da Technik machen können. Und dann haben wir gesagt: Gut, wir überlegen eh gerade, in ein größeres Tonsystem zu investieren und unser System zu erweitern.“

Mit JBL arbeitet TENO seit den Anfängen. Mathias Wulf startete vor rund 30 Jahren als Freelancer und baute daraus nach und nach das Unternehmen auf. Heute beschäftigt TENO 18 bis 19 Mitarbeitende.

Mathias Wulf, ebenfalls Geschäftsführer von TENO, über die lange Verbindung zur Marke: „Wir haben ständig auf JBL gesetzt, weil ich es kennen und lieben gelernt habe, und es hat immer funktioniert.“

Vom Wald zum Festivalgelände

Das neue Areal war vor allem eine logistische Herausforderung.

Mathias Wulf beschreibt die Ausgangslage: „Nichts ist so wie in einer Halle, es ist ein neues Gebiet und es ist neu erschlossen. Wir waren vor vier Wochen hier, da war hier Wald. Da standen hier noch Baumstämme, hier lagen keine Hackschnitzel. Die Straße sah eher aus wie eine Achterbahn. Wie kriegen wir das Zeug in den Mengen hierher?“

Dazu kamen Wind und Sturm. Die Butterfly-Bühne wurde nicht rechtzeitig fertig, sodass von zwei geplanten Aufbautagen am Ende nur einer blieb.

Tammo Strack über den verkürzten Aufbau: „Dann haben wir bei der Butterfly alles in einem Tag gebaut. Da müssen dann alle zusammenhalten und an einem Strang ziehen, und dann hat das auch funktioniert.“

AIRBEAT ONE Festival 2026 auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe

Das System auf The Face

Geplant hat das System Projektleiter Martin Fleischmann. Auf The Face hängen pro Seite zwölf JBL VTX A12, ein Line Array mit zwei 12-Zoll-Tieftönern. Vor der Bühne liegen 24 VTX B28 Subwoofer mit je zwei 18-Zoll-Chassis. Wegen der Bühnengeometrie hängt das Array recht weit hinten, deshalb musste das Team nach vorn kräftig auffüllen. Dafür nutzt TENO VTX A8. Das sind eigentlich Line-Array-Elemente mit zwei 8-Zoll-Tieftönern, die hier als Frontfill dienen.

Martin Fleischmann, Projektleiter bei TENO, ist von der Leistung überrascht: „Das A12 hat ordentlich viel Wumms dafür, dass das Doppel-12 ist. Und das A8 hat einen irrsinnigen Power-Output dafür, dass das ein Doppel-8-Zoll-System ist. Entsprechend fegen wir damit noch mal ganz gut durch die ersten Reihen durch.“

Angetrieben wird die Anlage von 21 Crown I-Tech 4×3500 unter der Bühne.

Planung mit Venue Synthesis

Für die Planung baute Fleischmann aus einer Geländekarte sowie Front- und Draufsichten der Bühne ein 3D-Modell in Venue Synthesis. Positionen, Hängepunkte und Trimmhöhen waren fest vorgegeben, die zu beschallende Fläche stand damit früh fest. Vor Ort baute das Team das Sub-Array noch einmal um.

Martin Fleischmann über die Arbeit mit der Software: „JBL hat netterweise ziemlich vorgelegt, indem sie ein Tool auf den Markt gebracht haben, das sich wirklich mit den Großen messen kann. Wir haben ganz schnell eine Zahnlücke simuliert, aufgebaut und umgesteckt. Das hat uns eine halbe Stunde gekostet, das einmal alles umzubauen. Auch das Showfile noch mal anzupassen ging wahnsinnig schnell.“

Kaum EQ nötig

Am Array auf The Face musste das Team nach Fleischmanns Angaben kaum etwas verändern. Nur an der Butterfly-Bühne senkte er den Bereich um 3 bis 4 kHz etwas ab.

Martin Fleischmann über Klang und Abstrahlverhalten: „Das Zeug klingt out of the box schon wirklich extrem gut. Die Ring-Radiator-Hochtöner liefern bei unvorstellbar hohen Pegeln noch einen klaren, transparenten Sound, den ich von keinem anderen System so kenne. Ich würde ein System, das so eine gute Directivity über den gesamten Frequenzbereich hat wie das A12, gegenüber einem Kardioid-System bevorzugen. Es ist fast nicht mehr nötig, nach hinten irgendwelche Cancellations zu haben, wenn man ein System hat, das bei 90 oder 80 Grad aufhört und dann auch wirklich gleichmäßig aufhört.“

AIRBEAT ONE Festival 2026 auf dem Flugplatz in Neustadt-Glewe

Festivalgründer setzt erstmals auch auf JBL

Für Sebastian Eggert, Gründer des AIRBEAT ONE und Kopf des Veranstalters Music Eggert, steht der Sound an erster Stelle. 2025 lief das Festival noch komplett mit L-Acoustics. In diesem Jahr kamen auf The Face und Butterfly JBL-Systeme zum Einsatz, die übrigen Bühnen blieben bei L-Acoustics.

Sebastian Eggert über die Rolle des Sounds: „Am Ende kommen die Leute, um Musik zu hören. Sie kommen für die Acts, und Sound steht ganz weit vorne. Erst dann kommen Licht- und Showequipment, die das Ganze pushen. Es muss überall drücken.“

Mit JBL und TENO ist Sebastian Eggert zufrieden: „Das klingt gut. TENO ist schon über Jahre dabei, ein verlässlicher Partner. Wenn du einmal redest, wird das erledigt. So einen Partner brauchst du. Die neue Bühne habe ich mir ausgedacht, und TENO hat gesagt, sie kriegen das hin. Das Endprodukt sieht gut aus.“

10.000 Tickets mehr als im Vorjahr

Auch wirtschaftlich lief das Festival gut: Music Eggert verkaufte 10.000 Tickets mehr als im Vorjahr. Für die kommenden Ausgaben denkt Eggert über weitere Headliner und einen Ausbau des Waldgeländes mit einer zusätzlichen Bühne nach. Das hängt allerdings von den Verkaufszahlen ab.

Bei TENO hat die erste eigene Bühne beim AIRBEAT ONE einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Mathias Wulf über den ersten Abend: „Ich habe gestern Abend hier gestanden und hatte fast Tränen in den Augen, weil das einfach so schön war, zu hören, was da rauskommt, aber auch visuell zu sehen in dieser Kombination mit den LED-Walls und dem Mapping. Es war sehr erfüllend, dass man das gekauft hat und es dann so funktioniert, wie man sich das gewünscht hat.“

The Face Stage

Main PA:

  • 24x JBL VTX A12 (12 pro Seite)
  • 24x JBL VTX B28
  • 4x JBL VTX A8 (Nearfill)

Monitoring:

Amping:

Butterfly Stage

Main PA:

  • 16x JBL VTX A12 (10 Pro Seite, die unteren beiden Pappen waren das A12W)
  • 04x JBL VTX A12W
  • 24x JBL VTX B28
  • 08x JBL VTX A6 (Nearfill)

Monitoring:

  • 02x JBL VTX B18 
  • 06x JBL VTX A8

Amping: