Meyer Sound auf fünf Bühnen beim Parookaville 2026

Parookaville 2026 (Foto: © Julian Huke Photography)

Beim Parookaville 2026 kamen auf fünf der großen Festivalbühnen Beschallungssysteme von Meyer Sound zum Einsatz. Der langjährige Produktionspartner POOLgroup setzte unter anderem auf PANTHER Line-Arrays und entwickelte die bewährten Systemdesigns für die zehnte Ausgabe des Festivals gezielt weiter.

Vom 17. bis 19. Juli verwandelte sich der Flughafen Weeze erneut in die „City of Dreams“. Rund 225.000 Besucher erlebten mehr als 300 Acts aus der Electronic-Dance-Music-Szene, darunter Armin van Buuren, Hardwell, W&W, The Chainsmokers und Timmy Trumpet.

POOLgroup verantwortete Design und Produktion auf sechs der Hauptbühnen. Meyer-Sound-Systeme kamen auf Mainstage, Bill’s Factory, Cloud Factory, Power Plant und Time Lab zum Einsatz. Robert Sommer, Produktionsleiter bei POOLgroup, verantwortete Produktionsdesign und technische Leitung. Die technischen Leiter Jan Flerlage und Simon Jermer führten ein Audioteam aus rund 40 Toningenieuren und Technikern.

Sounddesign als Teil der „City of Dreams“

Das jährlich neu gestaltete Festivalgelände stellt besondere Anforderungen an die Beschallungsplanung. Bühnen, Straßen, szenische Konstruktionen, Beleuchtung und Videoflächen bilden eine zusammenhängende Festivalwelt. Das Audiosystem muss sich in diese Architektur integrieren, ohne die Gestaltung zu beeinträchtigen.

„Das Bühnenbild ist jedes Jahr neu“, sagt Jan Flerlage, Technischer Leiter bei POOLgroup. „Das ist eine der Aufgaben unseres Tonteams: ein Soundsystem, von dem wir wissen, dass es funktioniert, in ein neues Design zu integrieren. Wenn man einfach nur einen PA-Turm vor diese Bühne stellt, zerstört man Teile dieses Designs.“

Besonders anspruchsvoll ist die Mainstage mit einer Kapazität von rund 70.000 Zuschauern. Neben der Integration in das Bühnenbild soll das System den für elektronische Musik erforderlichen direkten und druckvollen Sound möglichst gleichmäßig über die große Publikumsfläche verteilen.

„Man möchte denselben direkten Klang wie in einem Club für jeden in diesem großen Bereich“, erklärt Flerlage. „Jeder soll das Gefühl haben, ein Teil davon zu sein.“

180 PANTHER auf der Mainstage

Bereits im vierten Jahr bildeten Meyer Sound PANTHER Line-Arrays die Grundlage des Beschallungssystems der Mainstage. Für 2026 setzte POOLgroup dort 180 PANTHER Lautsprecher ein. Hinzu kamen 30 2100-LFC und 66 1100-LFC Tieftonelemente, 16 LEOPARD Line-Array-Lautsprecher sowie sechs UPQ Punktquellenlautsprecher.

In den vergangenen Jahren entwickelte POOLgroup das Sounddesign in enger Zusammenarbeit mit Merlijn van Veen, Senior Technical Support and Education Specialist bei Meyer Sound. Die Systemkalibrierung und Abstimmung der Mainstage übernahm 2026 Systemingenieur Matthias Pelz.

Das kompakte Gehäuse und geringe Gewicht der PANTHER Systeme geben den Planern dabei zusätzlichen Spielraum bei der Integration in die aufwendige Bühnenkonstruktion.

„Als PANTHER auf den Markt kam, war das ein brandneues Werkzeug, das uns mehr Möglichkeiten zur Problemlösung bot“, sagt Flerlage. „Es ist sehr leicht und kleiner. Von vorne betrachtet ist es nicht besonders breit. Das ist einer der Vorteile für das Bühnenbild.“

Die Audio-Crew beim Parookaville 2026 (Foto: © Julian Huke Photography)

Bewährtes System gezielt weiterentwickelt

Statt das Beschallungskonzept jährlich grundlegend zu verändern, optimiert POOLgroup die bestehenden Systeme auf Basis der Erfahrungen der vorherigen Festivalproduktionen. Messungen, Rückmeldungen der Techniker und Änderungen auf dem Festivalgelände fließen in die Planung ein.

„Wir haben mittlerweile schon seit einigen Jahren ziemlich viel Erfahrung mit PANTHER, aber jedes Jahr gibt es kleine Änderungen“, erklärt Flerlage. „Manchmal muss man an winzigen Details arbeiten, bei denen man feststellt: Okay, dort könnten wir etwas mehr Headroom gebrauchen.“

Die Optimierungen betreffen unter anderem die Abdeckung, Subwoofer- und Delay-Systeme sowie die Kontrolle der Schallenergie außerhalb der vorgesehenen Publikumsflächen. Die eigentliche Planung beginnt deshalb bereits Monate vor dem Festival.

Meyer Sound auf fünf Parookaville-Bühnen

Neben der Mainstage kamen PANTHER Systeme auch in der Cloud Factory, im Power Plant und im Time Lab zum Einsatz. Bill’s Factory wurde mit LEO und LYON Line-Arrays ausgestattet.

Ein wichtiges Ziel der Systemplanung ist eine möglichst konsistente Wiedergabe über die jeweiligen Publikumsflächen. Davon profitieren auch die zahlreichen Gasttechniker der auftretenden Künstler.

„Ich habe gehört, dass sie mit der gleichmäßigen Abdeckung an fast jeder Position sehr zufrieden waren“, sagt Flerlage. „Das ist eine der größten Herausforderungen in einem so großen Bereich: für alle den gleichen Klang zu gewährleisten.“

Nach mehreren Jahren mit Meyer-Sound-Systemen sieht Flerlage darin eine verlässliche technische Basis für das Festival: „Jeder, der nach Parookaville kommt, weiß, dass er sich auf ein zu 100 Prozent funktionierendes, hochwertiges PA-System verlassen kann.“