CHAUVET begleitet Pretty Lights auf neuer Tour

Pretty Lights im im Capitol Theatre (Foto © Brittany Teuber)

Pretty Lights sind mit ihrem neuen Album „A Trip Thru Time Fantastic“ auf die Bühne zurückgekehrt. Für das Lichtdesign der gleichnamigen Tour setzen Robert Fuller und Jake Roeber auf insgesamt 113 Scheinwerfer von CHAUVET Professional. STRIKE V sowie COLORado PXL Curve 5 und PXL Curve 12 bilden dabei ein flexibles System, das Licht und Video zu einer gemeinsamen visuellen Fläche verbindet.

Der Auftakt im Capitol Theatre markierte zugleich die Rückkehr von Pretty Lights zu eigenen Live-Shows. Entsprechend sollte das visuelle Konzept die vielschichtige und improvisatorische Musik der Formation aufnehmen.

Lichtdesign folgt der Musik

Robert Fuller entwickelte das Lichtdesign gemeinsam mit John Adamo. Jake Roeber übernimmt das Live-Operating. Dabei folgt die Beleuchtung keinem festen Ablauf, sondern reagiert unmittelbar auf das Geschehen auf der Bühne.

„Unsere Lichtbilder spiegeln die Musik von Pretty Lights wider, die so vielschichtig ist und sich ständig weiterentwickelt“, sagt Jake Roeber. „Es gibt so viele klangliche Elemente, die zusammenwirken, um einen einheitlichen Sound zu erzeugen. Die Beleuchtung sollte dies so gut wie möglich nachbilden.“

Die langen Shows geben dem Team zugleich Raum, unterschiedliche Möglichkeiten des Rigs auszuspielen. Dabei entstehen während des Live-Operatings immer wieder neue Looks, die anschließend Teil der visuellen Sprache werden können.

113 CHAUVET Professional Scheinwerfer

Zum Setup gehören 70 STRIKE V, zehn COLORado PXL Curve 5 und 33 COLORado PXL Curve 12. Die CHAUVET Scheinwerfer und das übrige Lichtequipment wurden von OnServices bereitgestellt, während Beware die Videoelemente verantwortete.

Die 70 STRIKE V sind auf zwölf unterschiedlich hohen Türmen angeordnet. Dadurch entsteht eine räumlich gestaffelte Struktur, die gleichzeitig als Erweiterung der Videoflächen genutzt werden kann.

„Wir wollten viel Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten bei der Pixel-Mapping-Konfiguration der Anlage haben“, erklärt Robert Fuller. „Diese Anordnung ermöglichte es uns, die STRIKE V und die PXL Curve als Fortsetzung der Videoflächen zu nutzen.“

Pretty Lights im im Capitol Theatre (Foto © Brittany Teuber)

Farbe als Teil der Improvisation

Eine wesentliche Rolle spielt die Farbwiedergabe der COLORado PXL und STRIKE V. Roeber orientiert seine Farbwahl an Stimmung und Charakter der jeweiligen Musik.

Verändert sich ein Song während einer Jam-Session, entwickelt sich auch das Lichtbild weiter. Farben können hinzukommen oder verschwinden. Entscheidend ist dabei, dass die visuellen Elemente genauso live entstehen wie die Musik.

„Nichts ist vorprogrammiert oder läuft nach Timecode, 100 Prozent Improvisation“, sagt Roeber.

Damit unterscheidet sich das Konzept von stark vorprogrammierten Touring-Shows. Das Rig stellt einen visuellen Werkzeugkasten bereit, dessen Möglichkeiten während jedes Konzerts neu kombiniert werden.

PXL Curve und STRIKE V formen die Geometrie

Neben der Farbe nutzt Roeber die geometrische Struktur des Rigs. Unterschiedliche Höhen, Winkel und Kurven erzeugen eigenständige Formen, die zu größeren Lichtbildern verbunden oder gezielt voneinander getrennt werden können.

„Das Design enthält von Natur aus Vertiefungen, Winkel und Kurven“, erklärt Roeber. Zusammengenommen entstehe daraus eine große, bewegliche Lichtquelle, während gleichzeitig jedes einzelne Element stark genug sei, um auch alleine eingesetzt zu werden.

Die motorisierten COLORado PXL Curve 12 und die neigbaren STRIKE V unterstützen diesen Ansatz, indem sich die Geometrie des Lichtbildes während der Show verändern lässt.

Drei Rig-Konfigurationen für die Tour

Nach drei Shows im Capitol Theatre wird das Lichtsystem für unterschiedliche Festivals und Venues angepasst. Dafür entwickelte das Team drei Varianten des Designs.

„Wir haben drei verschiedene Konfigurationen dieses Designs“, sagt Fuller. „Als ich diese Show gemeinsam mit meinem Designpartner John Adamo konzipierte, war es mein Ziel, alles so mobil wie möglich zu gestalten.“

Türme auf Rollen und vormontierte Traversen vereinfachen den Wechsel zwischen den verschiedenen Versionen. Mit den als A-, B- und C-Rig bezeichneten Konfigurationen lässt sich der Platzbedarf an die jeweilige Venue anpassen. Im Capitol Theatre kam die C-Version zum Einsatz.

Unabhängig von der Größe des jeweiligen Setups bleibt das grundlegende Konzept erhalten: Licht, Video, Farbe und Geometrie bilden eine flexible visuelle Umgebung, die nicht einem programmierten Ablauf folgt, sondern unmittelbar mit der Musik von Pretty Lights entsteht.