Robert Juliat hat auf der PLASA Show 2026 in London den neuen Bizet 8-Colour vorgestellt. Der LED-Profilscheinwerfer erweitert die Bizet-Serie um eine Variante mit achtfarbiger Lichtquelle. Außerdem präsentierte der französische Hersteller die neue FollowSight-App für Verfolgerscheinwerfer und unterstützte die mit einem PLASA Award for Innovation ausgezeichnete Cybersecurity-Initiative Sig-Net.
Der Bizet 8-Colour wurde am Stand von Live Technology gezeigt, dem exklusiven Vertriebspartner von Robert Juliat für Großbritannien und Irland.
Achtfarbige LED-Engine mit Gelb
Die LED-Engine des Bizet kombiniert acht Farben. Neben Tiefrot, Rot, Bernstein, Grün, Cyan, Himmelblau und Königsblau kommt Gelb zum Einsatz. Die Integration dieser Farbe in die Lichtquelle eines Theaterleuchtenmodells bezeichnet Robert Juliat als Premiere und hat die entsprechende Technik zum Patent angemeldet.
Die Lichtleistung soll mit einem konventionellen 2-kW-Wolfram-Scheinwerfer vergleichbar sein. Robert Juliat gibt einen CRI von über 98 an. Die additive Farbmischung soll einen großen Farbraum und eine differenzierte Abstimmung des Spektrums ermöglichen.
Integriert ist zudem die RJ Color Steuerung. Sie verarbeitet die Farbdaten in Echtzeit und soll eine konsistente Farberzeugung unabhängig von der verwendeten Lichtkonsole ermöglichen.
Mit dem neuen Modell ergänzt Robert Juliat die bereits verfügbaren Bizet-Versionen Variable White und Cool White. Darüber hinaus wird die 8-Colour-Technik als Retrofit-Kit angeboten, mit dem vorhandene 2-kW-Profilscheinwerfer der Baureihe RJ 700SX umgerüstet werden können.
FollowSight macht das iPhone zum digitalen Visier
Eine weitere Neuheit auf der PLASA war FollowSight. Die iPhone-App dient als digitales Visier für Verfolgerscheinwerfer und wurde gemeinsam mit dem Tristan gezeigt, einem 825-W-LED-Verfolger mit einem Abstrahlwinkel von 7 bis 14,5 Grad.
Über die Kamera des Smartphones kann der Operator einen Darsteller auf der Bühne verfolgen, ohne ein zusätzliches optisches Visier zu benötigen. FollowSight bietet unter anderem Zoom, eine einstellbare Zielmarkierung und die Möglichkeit, diese auf die Strahlmitte auszurichten. Bildschirmhelligkeit und verschiedene Parameter lassen sich anpassen und als Presets speichern. Auch Foto- und Videoaufnahmen sind möglich.
Die App ist nicht auf Robert Juliat Scheinwerfer beschränkt und kann grundsätzlich mit jedem Verfolgerscheinwerfer verwendet werden.
Robert Juliat unterstützt Sig-Net
Auf der PLASA war Robert Juliat zudem im CyberSecurity Pavilion als Unterstützer von Sig-Net und dem zugehörigen Protokoll SNOW vertreten. Sig-Net wurde von Wayne Howell, Geschäftsführer von Singularity und Entwickler von Art-Net, initiiert.
Das Konzept sieht vor, Scheinwerfer kryptografisch mit einer Lichtkonsole zu verbinden. Die Zuordnung erfolgt über einen QR-Code und bleibt bestehen, bis die Geräte wieder voneinander getrennt werden. SNOW, kurz für Sig-Net Over Wire, ermöglicht die Verteilung der dafür benötigten kryptografischen Schlüssel über das Netzwerk.
Beide Technologien können kostenlos genutzt und per Firmware in bestehende Produkte integriert werden. Hintergrund sind unter anderem die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act, die für entsprechende Produkte ab Dezember 2027 relevant werden.
„Robert Juliat hat gemeinsam mit Wayne Howell an vielen Protokollprojekten gearbeitet, darunter auch am ersten CyberFest 2026, das im September stattfand“, sagt Thierry Dupont von Robert Juliat. „Während dieser Zeit arbeiteten die Hersteller zusammen, um ein vollständig integriertes, funktionsfähiges System für die PLASA-Messe zu entwickeln, das die Interoperabilität zwischen den Produkten der Early Adopters demonstrierte.“
PLASA Award for Innovation für Sig-Net
Auf der PLASA 2026 wurde Sig-Net mit einem Award for Innovation ausgezeichnet. Die Jury würdigte insbesondere die herstellerübergreifende Zusammenarbeit sowie die Möglichkeit, die Technologie in bestehende Produkte und Protokollstrukturen zu integrieren.
„Seit seiner Einführung Anfang dieses Jahres hat sich Sig-Net immer weiter durchgesetzt, rund 30 Unternehmen haben es bereits in ihre Produkte integriert“, sagt Wayne Howell, Geschäftsführer von Singularity. „Die Mehrheit der Hersteller wird in der Lage sein, Sig-Net rechtzeitig in ihre Produkte zu integrieren, um die Frist im Dezember 2027 einzuhalten.“