RIEDEL Networks veröffentlicht Cyber-Report für das erste Halbjahr 2026

RIEDEL Networks hat seinen aktuellen OOPS Report für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Die Auswertung basiert nach Unternehmensangaben auf mehr als 180 dokumentierten IT-Sicherheitsvorfällen und zeigt, dass Ransomware, Datendiebstahl und KI-gestützte Angriffe die aktuelle Bedrohungslage maßgeblich bestimmen. Gleichzeitig weist das Unternehmen darauf hin, dass von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen sei.

Ransomware und Datendiebstahl treten zunehmend gemeinsam auf

Nach Angaben von RIEDEL Networks bleibt Ransomware die dominierende Angriffsform. In 76,1 Prozent der dokumentierten Vorfälle kam diese Angriffsmethode zum Einsatz. Gleichzeitig wurden in rund drei Viertel der untersuchten Fälle Daten bereits vor der Verschlüsselung exfiltriert. Cyberkriminelle kündigten anschließend häufig die Veröffentlichung der gestohlenen Informationen auf Leak-Seiten an oder veröffentlichten diese unmittelbar, um zusätzlichen Druck auf die betroffenen Organisationen auszuüben.

Der Report beschreibt zudem eine zunehmende Professionalisierung der Angriffe. Demnach agieren Ransomware-Gruppen heute arbeitsteilig und branchenübergreifend. Finanzielle Motive stehen weiterhin im Vordergrund. Rund 91 Prozent der dokumentierten Angriffe werden Cyberkriminellen zugeschrieben.

KI erhöht die Qualität von Cyberangriffen

Als weiteren Trend nennt der Report den verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz. Nach Angaben von RIEDEL Networks lassen sich dadurch Phishing-Kampagnen, Social-Engineering-Angriffe und die Vorbereitung komplexer Cyberangriffe schneller und gezielter durchführen.

Besonders betroffen waren im ersten Halbjahr 2026 Industrieunternehmen mit rund 32 Prozent der dokumentierten Vorfälle. Ebenfalls häufig betroffen waren Organisationen aus den Bereichen Gesundheit und Soziales sowie Logistik und Transport.

Cyber-Resilienz rückt stärker in den Fokus

Der Report soll Unternehmen dabei unterstützen, wiederkehrende Angriffsmuster und Schwachstellen zu erkennen sowie die eigene Cyber-Resilienz gezielt zu stärken. Nach Angaben von RIEDEL Networks entfiel knapp die Hälfte der dokumentierten Ransomware-Vorfälle auf die Gruppen Qilin und Akira. Insgesamt beobachtete das Unternehmen Aktivitäten von mehr als 20 unterschiedlichen Ransomware-Gruppen.

Auf die Nennung betroffener Unternehmen verzichtet der Report bewusst. Stattdessen stehen die Analyse von Angriffsmustern sowie Handlungsempfehlungen und Best Practices im Mittelpunkt.