Im Zuge der Sanierungsarbeiten hat das Schauspielhaus Köln sein Foyer mit einem neuen Hintergrundbeschallungssystem ausgestattet. Zum Einsatz kommt eine individuell konfigurierte Lösung von Optimal Audio. Ziel war eine Beschallung, die sich unauffällig in die Architektur einfügt, unterschiedliche Bereiche separat steuern kann und zugleich so einfach bedienbar ist, dass auch fachfremdes Personal im Vorderhaus damit arbeiten kann.
Ein System für einfache Bedienung im Alltag
Die Planung und Installation des Systems übernahm das Schauspielhaus Köln selbst. Bei der Auswahl der passenden Komponenten unterstützte der deutsche Vertrieb Audio-Technica. Für Manuel Poell, Abteilungsleiter der Tontechnik, stand neben der Klangqualität vor allem die einfache Handhabung im Vordergrund: „Die Foyerbeschallung wird nicht von unserer Fachabteilung gesteuert, sondern vom Vorderhauspersonal. Daher wollten wir ein System, das auch Laien einfach bedienen können.“
Die Entscheidung fiel auf ein Setup aus sechs Up 6W Deckenlautsprechern, einem SmartAmp 20 Vierkanal Verstärker mit DSP sowie dem Zone 4 Audio Controller inklusive ZonePad 4 Wall Controller. Die Beschaffung der Komponenten übernahm AbisZ Medien.
Manfred Santen, Key Account Manager von AbisZ Medien: „Die Lieferung der Produkte hat reibungslos funktioniert.“
Drei Zonen für das Foyer
Die sechs Up 6W Lautsprecher sind paarweise mit dem SmartAmp 20 verbunden. Dadurch lässt sich das System in drei Zonen aufteilen und individuell ansteuern. So können die Pegel je Bereich angepasst werden. Zusätzlich stehen über den integrierten DSP weitere Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung.
Eine Laufzeitanpassung war im konkreten Einsatz nicht erforderlich, da es bei der Hintergrundbeschallung im Foyer keinen festen Hörpunkt gibt. Stattdessen wurden die Lautsprecher per Equalizer entzerrt und mit einem Limiter abgesichert.
Manuel Poell: „Für die Hintergrundbeschallung gibt es keinen festen Bezugspunkt, weshalb eine zeitliche Anpassung unnötig ist. Wir haben die Lautsprecher aber anhand des Equalizers entzerrt und sicherheitshalber einen Limiter aktiviert.“
Reserven für künftige Anforderungen
Als zentrale Zuspiel und Steuerungseinheit arbeitet der Zone 4 Audio Controller. Das Gerät bietet zwei Eingänge für Mikrofone und HDMI sowie vier Eingänge für Stereo Line Signale. Damit steht ausreichend Flexibilität zur Verfügung, um unterschiedliche Audioquellen im Foyer einzubinden.
Auch mit Blick auf spätere Anpassungen sieht das Schauspielhaus Köln noch Spielraum im System.
Manfred Santen: „Der Zone 4 hat ein mächtiges DSP, das dem System auch für die Zukunft genügend Reserven bietet. Zudem kann der Audio-Controller über eine Web-App ferngesteuert werden, sodass der Zugang zum Gerät selbst nicht kritisch ist.“
Die tägliche Steuerung erfolgt über den ZonePad 4 Wall Controller. Im laufenden Betrieb genügt ein sehr reduzierter Bedienumfang, was besonders für das Vorderhauspersonal relevant ist.
Manuel Poell: „Das Vorderhauspersonal muss im Prinzip nur auf „Play“ drücken und das System spielt. Wir haben bisher auch nur positives Feedback bekommen.“
Unauffällige Integration ins Foyer
Auch optisch sollte sich das System möglichst zurückhaltend in das Foyer einfügen. Die Up 6W Lautsprecher wurden mit Stahlseilen von der Decke abgehängt und in schlichten schwarzen Gehäusen installiert. Durch die Montagehöhe von rund drei Metern bleiben sie im Raum weitgehend unauffällig.
Die baulichen Bedingungen stellten das Team bei der Installation allerdings vor praktische Herausforderungen. Vor allem die große Deckenhöhe erforderte zusätzlichen Aufwand.
Manuel Poell: „Aufgrund der sehr hohen Decke von acht bis neun Metern war die Installation der Lautsprecher für unsere Haustechnik eine Herausforderung. Es hat aber alles super funktioniert. Die Lautsprecher nimmt man optisch gar nicht wahr und die Zusammenarbeit mit AbisZ Medien und Audio-Technica lief einwandfrei.“
Beschallung für Alltag und Atmosphäre
Mit dem neuen Hintergrundbeschallungssystem erhält das Foyer des Schauspielhauses Köln eine Lösung, die auf einfache Bedienung, flexible Zonierung und eine unauffällige Integration ausgelegt ist. Das System richtet sich damit klar an den täglichen Betrieb in einer Kulturstätte, in der nicht permanent Fachpersonal an der Steuerung sitzt, die technische Lösung aber dennoch professionellen Ansprüchen genügen muss.